Mein buchiger Mai 2022

Mein buchiger Mai 2022

Mai-Begleiter

 

Eigentlich … von Elisa Schwarz
© Klapptext und Coverrechte: Elisa Schwarz

„Gib mir alles von dir!“

Gutaussehend, bodenständig, erfolgreich. Und ein bisschen versnobt. Als Junganwalt ist das schon in Ordnung, oder? Zumindest seine Verlobte hat nichts an Cameron auszusetzen. Eigentlich … fiebern sie gemeinsam auf die baldige Hochzeit hin.

Doch Camerons Zukunftspläne werden am Junggesellenabschied durchkreuzt. Eine Verwechslung an den Glory Holes des Clubs Black Stage erschüttert ihn zutiefst und mit der festen Überzeugung, Männern nichts abgewinnen zu können, beginnt er, diesen aus dem Ruder gelaufenen Abend zu durchleuchten. Was er herausfindet, rüttelt gewaltig an seiner sexuellen Orientierung. Zudem erweckt der Edelcallboy Chris nicht den Anschein, als würde er ihre Begegnung bedauern. Im Gegenteil. Alles an diesem Mann zieht Cameron wie magisch an und bald schon merkt er, was er eigentlich … will. Cameron betritt ein Spielfeld, auf dem er sich nicht auskennt und unterzugehen droht. Eigentlich … sollte es nicht so schwer sein, seinem Herzen zu folgen.

Dieses Buch ist eine Neuauflage des im Jahr 2016 im DeadSoft-Verlag erschienen Buches Eigentlich …


Eigentlich habe ich alle Romane gelesen, die Elisa Schwarz bisher veröffentlicht hat. Eigentlich … denn dieser eine fehlte mir noch. Was lag also näher als „Eigenlich …“, den Erstling der Autorin, der von ihr nun überarbeitet und neu aufgelegt wurde, anzugehen und diese Lücke jetzt zu schließen. … READ MORE

 

Eigentlich … festlich von Elisa Schwarz
© Klapptext und Coverrechte: Elisa Schwarz

Schöne Bescherung: Nach wochenlanger Abstinenz liegen ein verwirrender Weihnachtsabend im Kreise der Familie und eine erfüllende Nacht hinter Cameron und Chris. Ihre Sehnsucht gestehen sie sich mit jedem Blick, jeder Berührung, jedem gehauchten Wort. Miteinander wird es schwer, aber ohne einander fehlt etwas ganz Entscheidendes: Das Gefühl, genau den Richtigen für sich gefunden zu haben.

Heißer Jahreswechsel: Ein Jahr ist vergangen, in dem Cameron und Chris in und an ihrer Beziehung wachsen konnten, sie ausgebaut haben, ihr Leben Seite an Seite verbracht haben. Vieles konnten sie hinter sich lassen, sich auf Neues einlassen, dennoch sind beide Vergangenheiten schwer abzulegen. Vor allem Chris’ ehemaliger Job als Callboy zieht lange Schatten nach sich. Liebe kann stark machen, manchmal aber auch schwach.

Bärenfalle: Einen ruhigen Urlaub mitten in der Wildnis, den wünschen sich Cameron und Chris. Sie möchten diese Zeit ausschließlich füreinander nutzen, keinen Verpflichtungen nachgehen, vor allem keinem Druck ausgeliefert sein. Das war ihr Plan. Und eigentlich … ginge der auch auf, wenn dieser Bär nur nicht wäre.

The Show must go on: Kein Prosecco, keine Regenbogenfarben, kein pompöser Blumenschmuck. Vor allem keine Hochzeitsrede. Cameron und Chris wünschen sich eine Hochzeit ohne großes Tamtam. Die Hauptsache ist doch, sie sagen beide im entscheidenden Moment Ja. Doch allein die Tatsache, dass an ihrem großen Tag mit den geladenen Gästen Welten aufeinanderprallen, macht die Sache schon schwierig. Werden Klüfte überbrückt oder Gräben weiter ausgehoben? Und was genau haben die Freunde an dem Wunsch, so unauffällig wie möglich zu heiraten, nicht verstanden?

Die Kurzgeschichten sind zeitlich gesehen nach Buch 1 Eigentlich … angesiedelt und verstehen sich als Bonusstorys für Fans der Protagonisten Cameron und Chris.
Dieses Buch hat homoerotischen Inhalt und umfasst ca. 40.000 Worte.


Im Zuge der Neuauflage von „Eigentlich …“ bekam auch die Kurzgeschichtensammlung „Eigentlich … festlich“ eine komplette Überarbeitung und wurde um zwei Erzählungen erweitert. Die nun vier Episoden setzen in unterschiedlichen Zeitabständen nach den Geschehnissen aus dem ersten Band an und werden dieses Mal aus der Sicht von Chris erzählt. … READ MORE

 

Snow Crash von Neal Stephenson
© Klapptext und Coverrechte: FISCHER Tor Verlag

Die Erfindung des Metaverse durch SF-Visionär Neal Stephenson.

Visionär und rasend schnell erzählt: Das zentrale Werk des Cyberpunks jetzt in neuer Übersetzung.

Hiro Protagonist war mal Programmierer, aber seit auch hier die Konzerne alles gleichgeschaltet haben, zieht er jeden Bullshit-Job vor: Pizza-Auslieferer für die Mafia. Oder Information Broker für die ehemalige CIA.

Wichtiger als die echte Welt ist für ihn ohnehin das Metaverse, ein virtueller Ort, an dem sich die Menschen mit ihren selbst gestalteten Avataren treffen. Dort begegnet er auch zum ersten Mal der Droge »Snow Crash«. Das Besondere: Snow Crash ist ein Computervirus, der auch Menschen befallen kann. Zusammen mit seiner Partnerin Y. T. ermittelt Hiro – und kommt einer Verschwörung auf die Spur, die bis in die menschliche Vorgeschichte zurückreicht.

Für Leser*innen von William Gibson, Richard Morgan und Fans von Cyberpunk 2077.


Aufmerksam geworden bin ich auf „Snow Crash“ aufgrund des Covers, der Klappentext klang auch interessant, also musste das Buch mit. Dass es sich dabei um eine Neuübersetzung des bereits 1992 erschienen Werkes von Neal Stephenson handelt, habe ich erst im Nachhinein mitbekommen. … READ MORE

 

Wahre Schotten lieben Blumen von Jona Dreyer
© Klapptext und Coverrechte: Jona Dreyer

»Schaf-Mobbing ist echt nicht geil.«

Eine humorvolle Romanze inmitten der schönen Landschaft der Äußeren Hebriden!

Sky hat Ärger. Um seine Bewährungsauflagen zu erfüllen, muss er sich einen festen Job suchen – doch leider hält er es nirgendwo länger als ein paar Tage aus. In seiner Verzweiflung schickt ihn sein Bewährungshelfer zu einem alten Freund auf die Äußeren Hebriden, wo er für die Saison auf einem Bauernhof arbeiten soll.

Der brummige Schäfer Alastair hat keinen Nerv für divenhaftes Gehabe und zeigt Sky schnell, was er von ihm erwartet – und was nicht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten finden die beiden sogar eine große Gemeinsamkeit und der eigentlich passionierte Stadtmensch Sky beginnt, sich an das ruhige Leben auf North Uist zu gewöhnen. Und sich mit den Schafen anzufreunden, denn davon gibt es dort mehr als Menschen.

Doch eine abgelegene Insel wie diese eignet sich auch, um das eine oder andere Geheimnis zu verstecken …

Enthält: grantige Schotten, schöne Landschaften, eine schlitzohrige Oma, kriminelle Schlüpfer und eine Schafsdame namens Miss Margaret. Kein Reiseführer. Kein Gartenratgeber.


An „Will hier jemand Haggis“ und „Nie wieder Whisky“ kommt „Wahre Schotten lieben Blumen“ leider nicht heran. Skys und Alastairs Geschichte ist aber mit ihren etwas eigenwilligen Charakteren, den Schauplätzen und dem ein oder anderen Schmunzeln im Gesicht trotzdem kurzweilige Unterhaltung, um sich die Zeit zu verreiben.

 

713 von Gabriele Oscuro
© Klapptext und Coverrechte: Gabriele Oscuro

In den Minen gibt es keinen Tag und keine Nacht, hier gibt es nur Finsternis, die in willkürlichem Rhythmus von künstlichem Licht unterbrochen wird. In diesen Phasen müssen wir arbeiten, dürfen essen und trinken. Kehrt die Dunkelheit zurück, liegen wir zusammengepfercht auf harten Matratzen und schlafen, erschöpft davon, dem Berg seine Schätze zu entreißen, um den Reichtum des Königs zu mehren. Die meisten von uns kamen als Kinder in die Minen, König Eskils Soldaten von unseren Eltern zur Begleichung der Steuerschuld übergeben. Unter dem Berg gefangen sehen wir die Sonne nie wieder. Über unsere Leben bestimmen die Wärter, die uns Nummern statt Namen geben und uns benutzen, wann immer sie wollen. Hier unten sind sie die Herren, mächtiger als der König. Angst, Demütigung und Arbeit bestimmen unser Leben – sofern man das Leben nennen kann.

Mit jedem Tag unter der Erde hoffe ich, das Schicksal hat ein Einsehen und beendet mein Dasein als Minensklave auf die eine oder andere Art. Als der Zeitpunkt jedoch kommt, bin ich auf das, was mich erwartet, nicht vorbereitet. Nicht auf Gefühle wie Freundschaft, Zuneigung und Liebe, nicht auf Tomaz, der mein Leben auf den Kopf stellt.

Meinen Namen habe ich vergessen, die Wärter nennen mich 713 und dies ist meine Geschichte. Gay Romance/Fantasy.


„713“ dümpelte nun schon eine geraume Zeit auf meinem Reader vor sich hin, obwohl der Klappentext eigentlich genau meinem Beuteschema entspricht. Die Geschichte ist, vor allem in der ersten Hälfte, düster, spannend und toll geschrieben. Danach flaute meine Begeisterung leider aufgrund von etwas zu vielen „glücklichen Zufällen“ und im Handumdrehen gelöster Probleme etwas ab. Mir wurde der Verlauf der Geschichte im letzten Drittel damit einfach zu glatt. Nichtsdestotrotz hat mir Gabriele Oscuro eine unterhaltsame Lesezeit geschenkt. „713“ war das erst Buch aus der Feder der Autorin, es wird aber definitiv nicht das letzte gewesen sein.

 

Die einsame Lust nach vielen von Noa Liàn
© Klapptext und Coverrechte: Noa Liàn

Lars’ Leben ist eintönig geworden. Ständig vom Chef gedemütigt und seine Ehe in Scherben, muss er sich eingestehen, in einer Sackgasse zu stecken.
Nur dieses eine, dunkle Geheimnis lässt ihn sich hin und wieder lebendig fühlen: die Hände vieler Männer, die seinen Körper berühren und unterwerfen. In seltenen Nächten erlaubt er sich, seiner Realität zu entfliehen, doch niemand darf das je herausfinden.
Denn Lars ist nicht schwul und er hat auch nicht vor, zu ergründen, was es mit dieser seltsamen Anziehung zu Janus, einem der Chefs des Anwesens, auf sich hat.
Seine Angst vor der Wahrheit lähmt ihn, doch seine Fantasien und seine Sehnsucht werden immer mächtiger …
Die Geschichte kann unabhängig von anderen Büchern der Reihe gelesen werden. Der Umfang entspricht in etwa 200 Taschenbuchseiten.


Ich muss gestehen, dass ich ohne große Erwartungen an diese Geschichte herangegangen bin, da ich lediglich etwas Kürzeres zur leichten Unterhaltung für zwischendurch gesucht habe. Noa Liàn hat mich mit der Geschichte um Lars allerdings wirklich überrascht. Dass „Die einsame Lust nach vielen“ in den Erotikbereich einzusortieren ist und diese damit einen recht großen Teil der Erzählung einnimmt, ist schon anhand von Cover und Klappentext klar. Man kann bei der Thematik das Rad nicht neu erfinden, um mich aber abzuholen, müssen die expliziten Szenen ansprechend geschrieben sein und mich auch irgendwo auf emotionaler Ebene erreichen. Noa Liàn hat das in der Umsetzung von Lars Sehnsüchten extrem gut gemeistert. Nun bin ich neugierig, was es auf dem Anwesen, welches Dreh- und Angelpunkt weiterer Erzählungen ist, noch so zu entdecken gibt.

 

Das Biest, sein Elf und ihr Master von Noa Liàn
© Klapptext und Coverrechte: Noa Liàn

Elfren arbeitet seit mehreren Jahren im Anwesen, einem Club, in dem Männer ihre geheimen Fantasien ausleben können.
Er selbst steht eher auf typische Bad Boys, die sich bisher leider auch außerhalb des Spiels als absolute Arschlöcher erwiesen haben. Doch dann bekommt er erstmals die Möglichkeit, in einem der berüchtigten Arenakämpfe die Beute eines Mannes zu werden, den alle nur das Biest nennen. Obwohl die Anziehung zu Biest groß ist und Elfren sein Verlangen für den gefährlichen und muskulösen Mann kaum verhehlen kann, zögert er. Denn er sehnt sich nach einem festen Partner und aus ihm und Biest kann nie mehr werden, da dieser vergeben ist. An Adam. Der Elfrens Herz und Verstand mit seinem geheimnisvollen Lächeln zusätzlich durcheinanderbringt.
Kann er es wagen und sich mit beiden Männern auf sein bisher größtes Abenteuer einlassen? Oder ist er am Ende der große Verlierer des Kampfes?

Die Geschichte umfasst 58.000 Wörter, was in etwa 290 Taschenbuchseiten entspricht.


Nachdem mir „Die einsame Lust nach vielen“ überraschend gut gefallen hat, bin ich gleich wieder ins Anwesen zurückgekehrt. Leider konnte mich die Geschichte um Elfren nicht in dem Maß begeistern wie mein vorangegangener Ausflug. Sie ist zwar wieder sehr ansprechend geschrieben, zu den Charakteren bzw. ihren Beweggründen in mancher Situation bekam ich aber keinen so rechten Zugang. Zusätzlich tummeln sich relativ viele Nebencharaktere (ich vermute mal Hauptfiguren aus den anderen Büchern rund um das Anwesen), bei denen ich große Schwierigkeiten hatte Namen und in welcher Beziehung wer zu wem steht, richtig zuzuordnen. Mit diesen kleinen Abstichen war „Das Biest, sein Elf und ihr Master“ trotzdem noch eine gute Story, die mit mehr Background über die einzelnen Figuren sicherlich wieder richtig Spaß gemacht hätte.

 

George von Alex Gino
© Klapptext und Coverrechte: FISCHER KJB Verlag

»Read this.« John Green
›George‹ erzählt einfühlsam und unprätentiös vom Anderssein, von Träumen und Wünschen und macht Mut, den eigenen Weg zu gehen. Der erste Kinderroman zum Thema Transgender, der auch ältere Leser fesseln wird und der die Botschaft vermittelt: Sei, wer du bist!


George möchte sich gerne die Haare wachsen lassen, Röcke tragen, mit Freundinnen über Jungs und Schminktipps quatschen und die weibliche Hauptrolle im Schultheater spielen. Vor allem aber möchte sie, dass ihr Umfeld sie als das wahrnimmt, was sie tief im Herzen wirklich ist – ein Mädchen. Im falschen Körper geboren ist es für George nicht selbstverständlich, dass sich diese Wünsche erfüllen. … READ MORE

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