„Espoir heißt Hoffnung“ von Elisa Schwarz

Verlag: Self-Publishing

ISBN: 978-1723835957

Softcover: 362 Seiten

Release: November 2018

Genre: Contemporary

Teil einer Reihe: –

 

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Elisa Schwarz / Autorin

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Als Realist handelt Severin von Hohenkamp stets zukunftsorientiert und wirtschaftlich ausgerichtet, um sein Erbe, den Stahlkonzern Hohenkamp AG, erfolgreich weiterzuführen. Privat lebt er zurückgezogen und verfolgt keinerlei Träume. Sie sind ohnehin nicht umsetzbar, auch nicht mit Geld.

Bis ihm Enno von Dewitz begegnet und dieser sein Herz berührt, einen Wunsch in ihm erwachen lässt, für den es sich erstmals zu kämpfen lohnt. Doch mit seiner gleichsam direkten wie abweisenden Art stellt Enno Severins Ansichten infrage.

Ideale wiegen schwer. Enttäuschungen schmecken bitter. Und wie soll eine gemeinsame Zukunft aussehen, wenn zwischen zwei Leben schier unüberwindbare Gräben liegen?

Mein Eindruck:

Wer sich durch den Klapptext verleiten lässt zu glauben, dass es sich bei diesem Buch um eine weitere Ausgabe des schon sehr strapazierten Themas „Normalo trifft reichen Firmenmogul“ handelt und dadurch vorweg der Geschichte keine Chance gibt, sollte seine Entscheidung noch einmal überdenken. Warum? Weil diese Story viel mehr ist, als „arm trifft reich“, garniert mit rosa Wölkchen und ein paar (wirklich sehr ansprechenden) erotischen Szenen.

– „ … die AG ist mehr als dein Leben. Sie ist nicht nur eure Existenz, sondern sie ist die Wurzel deiner Familie. Du kannst sie nicht ablegen wie getragene Unterwäsche oder einem Lover, dem du überdrüssig geworden bist.“ – (S. 122)

Severin von Hohenkamp wurde hineingeboren, in das Leben der Reichen und Mächtigen, ist aber trotz seiner Privilegien kein Lebemann. Lediglich für Dinge, die ihm wichtig sind, setzt er seine Macht oder auch sein Kapital ein. Er hat „Bodenhaftung“, steht zu seinen Entscheidungen in der Firma sowie in seinem privaten Umfeld. Hier gibt es aber nur wenige Menschen, die ihm wirklich nahe sind, was der Tatsache geschuldet ist, dass Severin sich oft nicht sicher sein kann ob das Interesse an ihm selbst besteht oder doch der Name Hohenkamp dafür verantwortlich ist. Das alles zusammengefasst, machte ihn für mich von Anfang an zu einem wirklich sympathischen Charakter.

Mit Enno von Dewitz hatte ich dagegen lange so meine Schwierigkeiten, da dieser in seinem Auftreten sehr kompromisslos bei mir ankam. Festhaltend an seinen Prinzipien macht er sich und Severin das Leben oft unnötig schwer. Seinen Kampf für den Umweltschutz stellt er über alles und geht nur schrittweise auf Severin zu, während dieser alle Hebel in Bewegung setzt um Enno soweit wie möglich entgegen zu kommen. Dadurch, dass die Geschichte ausschließlich aus Severins Sicht erzählt wird, dauert es lange, bis man als Leser dahinter kommt, warum Ennos Vernunft eine Mauer errichtet, obwohl sein Herz sich längst entschieden hat. Rückblickend muss ich deswegen zugeben, dass ich Enno in meiner Einschätzung Unrecht getan habe und er, trotz seiner Macken, ein sehr liebenswerter Protagonist ist.

Die Geschichte der beiden ist durchweg spannend erzählt. Der Level wird durch das Konfliktpotential, dass sich aus den unterschiedlichen Ansichten und Lebensweisen ergibt, konstant hochgehalten. Gleichzeig sind alle Charaktere sehr vielschichtig gezeichnet, nicht nur Severin und Enno, wie eingangs schon erwähnt, sondern auch der Freundeskreis der beiden. Vor allem Nathan, Severins bester Freund, hat durch seine Präsenz bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Laut Nachwort wird er eine eigene Geschichte erhalten und ich freue mich, die Möglichkeit zu erhalten mehr über ihn zu erfahren.

So großartig ich das Buch in seiner Gesamtheit auch fand, muss ich zum Schluss noch einen Kritikpunkt anbringen. Die häufig verwendete französische Sprache passt zwar, um die Herkunft von Severin und auch Enno zu verdeutlichen, beim Lesen empfand ich diese allerdings störend. Einzelne Worte lassen sich immer irgendwie herleiten, bei ganzen Sätzen erschließt sich mir auf den ersten Blick allerdings nicht der Sinn des Gesagten und das fand ich unendlich schade.

„Espoir heißt Hoffnung“ ist aber trotzdem ein Buch, dem ich, wegen seiner Komplexität der Story sowie auf emotionaler Ebene, eine klare Leseempfehlung ausspreche.

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