„Zauberer & Co. Special – Jungfrauen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren“ von Tristan Thomas

Verlag: Self-Publishing

ASIN: B07PQF4FZH

Nur als eBook erhältlich: ca. 57 Seiten

Release: März 2019

Genre: Fantasy, Humor

Teil einer Reihe: Zauberer & Co.

1. Snow White Reloaded
1,5. Jungfrauen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Tristan Thomas

Beschreibung:

Drache entführt Jungfrau. Held tötet Drache. Jungfrau knutscht Held.

Dazu noch eine schmucke Drachenhöhle, der obligatorische Goldschatz – und fertig ist ein Drachenmärchen.

Es könnte so einfach sein! Könnte, könnte, könnte.

 

Obacht: Enthält eine explizite Szene

Mein Eindruck:

Den ersten Band von „Zauberer & Co.“ fand ich absolut großartig. Eine völlig aberwitzige Geschichte, die zum Schluss aus vier grundverschiedenen Charakteren eine eingeschworene Gemeinschaft hervorbringt. „The Brain“ Esmeralda, mit ihrem unerschöpflichen Sarkasmus, Cryss der (manchmal zu viel und manchmal zu wenig) Denker, Magnus der Macher und natürlich Wuffy, der für mich irgendwie der Ruhepol der Truppe ist, machen bei diesem Special unfreiwillig Bekanntschaft mit einem waschechten Drachen – einem waschechten, halb blinden Drachen auf Jungfrauensuche.

Da man in der Hauptstory explizite Szenen vergebens sucht und sie meiner Meinung nach auch nicht zu der Geschichte und der Art, wie sie erzählt wird passen würden, hat Tristan Thomas in diesem Special den Wunsch einige Leser erhört und Cryss mit seinem Magnus ein erstes Mal spendiert. Wer sich aber jetzt eine extrem heiße und detailreiche Bettenschlacht erhofft, den muss ich leider enttäuschen. Die einzelnen Kapitel werden wieder aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und diese EINE explizite Szene, vor der im Klapptext so wunderbar gewarnt wird, lässt einen aus Magnus Sicht daran teilhaben. Diejenigen, die „Snow White Reloaded“ schon kennen, wissen, dass Magnus nicht der hellste Stern am Firmament ist, trotzdem leuchtet er auf seine ganz eigene, wundervolle Art und Weise. So wird aus einer notwendigen Entjungferung (Drachenzauber lassen sich leider nicht anderweitig umgehen) etwas, das ich in der Form noch nie gelesen habe – unschuldig, denke ich, trifft es am besten.

Neben den altbekannten Protagonisten der Geschichte war der Drache Hörbert Wilhölmus III eines meiner Highlights. Er ist ebenso unkonventionell wie die komplette „Zauberer & Co.“-Welt. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte zu ihm sofort ein Bild von „Elliot, dem Schmunzelmonster“ im Kopf und ich hoffe ihn irgendwann in einer Fortsetzung wieder anzutreffen.

Skurrile Szenen, Sarkasmus, Ironie im Überfluss und die Garantie auf eine Lesezeit, angefüllt mit guter Laune, das ist es, was mich erwartet, wenn ich ein Buch von Tristan Thomas in die Hand nehme – „Jungfrauen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren“ macht dabei keine Ausnahme. Für mich eine humortechnische Punktlandung, weswegen ich eine klare Leseempfehlung für dieses kurze Intermezzo ausspreche.

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