„An seiner Seite“ von Amalia Zeichnerin

Verlag: Self-Publishing

ISBN: 978-1795336987

Softcover: 250 Seiten

Release: März 2019

Genre: Contemporary

Teil einer Reihe: Esteban und Oliver

1. Die Rolle seines Lebens
2. An seiner Seite

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Amalia Zeichnerin / Autorin

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Die beiden Schauspieler Esteban und Oliver leben glücklich miteinander in London. Doch während eines gemeinsamen Urlaubs in Mexiko gerät Esteban wieder in eine depressive Phase, die ihre Beziehung auf eine harte Probe stellt. Denn auch Oliver gerät dabei an seine Grenzen. Zugleich hat er noch mit anderen Problemen zu kämpfen, wagt es aber nicht, sich Esteban anzuvertrauen. Wird die Liebe der beiden stark genug sein und einen Weg für sie finden?

Mein Eindruck:

Der erste Band der Esteban & Oliver-Dilogie hat mir gut gefallen, weswegen auch der zweite Teil bei mir eingezogen ist. Ich mochte die Authentizität der Geschichte, den Umgang mit dem Thema Depression, und auch in dieser Fortsetzung spielt diese Krankheit wieder eine tragende Rolle.

Wenn man den Epilog von „Die Rolle seines Lebens“ außer Acht lässt, schließt „An seiner Seite“ direkt an seinen Vorgänger an. Amalia Zeichnerin bleibt den Perspektivwechseln des ersten Bandes treu und so blickt man abwechselnd entweder Oliver oder Esteban über die Schulter, begleitet sie durch ihren Alltag. Leider konnte diese Fortsetzung meine Erwartungen, vor allem am Anfang, nicht wie erwartet erfüllen. Durch den distanzierten Schreibstil brauchte ich relativ lange, um emotional in die Geschichte hinein zu finden. Erst nachdem sich bei Esteban wieder eine akut depressive Episode gezeigt hatte, konnte mich die Story wieder Mitreißen. Man merkt, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt. Was mir daran besonders gut gefällt, sie dramatisiert diese Krankheit nicht, sondern zeigt auf sehr einfühlende Weise, wie sie sich auf Betroffene und Angehörige auswirkt, selbstverständlich auch auf zwischenmenschlicher Ebene. Es erfordert eine Menge Kraft und Ausdauer diese Tiefpunkte einer Beziehung zu durchschreiten. Wie Oliver damit umgeht, dass er nicht sofort das Handtuch wirft obwohl er selbst eigentlich genug andere Probleme hat, fand ich großartig.

– Die Sonne ging weder „auf“ noch „unter“. Sie war immer da. Nur war sie eben die Hälfte des Tages nicht zu sehen, oder manchmal hinter Wolken verborgen. Und war es nicht auch so mit der Liebe? Man spürte sie vielleicht nicht vierundzwanzig Stunden am Tag, nicht in jeder Sekunde, aber sie war immer da. Selbst wenn Ärger, Probleme oder Kummer sich wie Wolken vor sie schoben. Und sie ging auch nicht einfach fort, sondern kreiste auf ihrer eigenen Umlaufbahn um denjenigen, den man liebte. – (S. 157)

So wie die Sonne wieder aufgeht, so schafft es auch Esteban, unterstützt durch seinen Partner, sich von der Dunkelheit zu befreien und der Zukunft positiv entgegenzublicken.

Obwohl ich mich bei der Geschichte anfangs etwas schwer tat, denke ich, dass diese Fortsetzung in ihrer Gesamtbetrachtung für alle, die auch schon den ersten Teil mochten, durchaus interessant ist. Von mir gibt es daher zwar keine ausdrückliche, aber dennoch eine Leseempfehlung.

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