„Verschwiegene Wahrheit“ von Loraine Aksander

„Verschwiegene Wahrheit“ von Loraine Aksander

Verlag: Self-Publishing

ISBN: 979-8700119399

Softcover: 287 Seiten

Release: Januar 2021

Genre: Contemporary, Romantic-Suspense

Teil einer Reihe: Wolves & Angels
1. Verschwiegene Wahrheit
2. Camerons Geheimnis
3. Verdrängte Sehnsucht
4. Innere Zerrissenheit
5.

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Loraine Aksander

Beschreibung:

2. vollständig überarbeitete Auflage.
Zuvor erschienen unter dem Autorennamen Alexa Lor mit dem Serientitel „Bad Boys 1“

Große Gefühle spielen im Leben von Julian „Jigs“ Stroke nur dann eine Rolle, wenn es sich um seine Liebe zum Desert Wolves MC handelt. Der Club ist alles für ihn – seine Familie, sein Leben – und die Zeit davor etwas, das er aus dem Gedächtnis gestrichen hat.
Für eine ernsthafte Beziehung mit einer Frau ist er sowieso nicht geschaffen.
Diese Einstellung ändert sich durch die Begegnung mit Sheronah. Durch diese Frau könnte sein Leben vollständig, sein Glück vollkommen werden.
Doch auch Sheronahs Vergangenheit birgt etwas, das man besser verschweigt.
Kann die Liebe im Angesicht der Wahrheit bestehen, wenn es so schwer ist zu vertrauen?

Der erste Teil der Serie führt uns in den Silberstaat Nevada und in das Städtchen Merulah, die Heimat des Desert Wolves MC.
Wir lernen Julian „Jigs“ Stroke kennen, Schatzmeister und somit Vorstandsmitglied des Clubs. Ein Mann mit Prinzipien, die er für nichts und niemanden verrät.

Mein Eindruck:

Ich mag diese Geschichten über Outlaws und das Leben, das sie führen, und wahrscheinlich ist es der Reiz des Verbotenen, der es für mich ausmacht. Was ich allerdings nicht mag, ist, wenn die Story unglaubwürdig rüberkommt, die Figuren, durch das Herzblatt animiert, eine 180° Drehung vollführen oder die Charaktere sich nicht auf Augenhöhe befinden. Da ich von Loraine Aksander / Alexa Lor schon einige Bücher gelesen habe und mir in keinem einzigen, auch wenn es überwiegend Fantasy war, die genannten No-Go´s untergekommen sind, musste ich mir ihre Wölfe und Engel einfach genauer ansehen.

Der erste Satz:
– Was konnte ein Tag schon bringen, der mit dem Aufwachen anfing. –

Jigs und Sheronah lernen sich inkognito und auf mehr oder weniger neutralem Gebiet kennen. Sie ahnt nicht, dass Jigs zur Vorstandschaft eines MC´s gehört und er hat nicht mal den Ansatz einer Vorstellung was ihr bisheriges Leben betrifft. Die Welten, in denen die beiden leben sind eigentlich nicht kompatibel, denn welche Zukunft hat man als Paar, wenn die eine Hälfte im Zeugenschutzprogramm und die andere teilweise jenseits der Legalität unterwegs ist.

– Er war nie wieder in die Gasse zurückgekehrt. Gabs hatte ihn mit nach Merulah genommen und ihm dort innerhalb seiner Familie ein neues Zuhause gegeben. – (S. 32)

Für Jigs ist der Club im wahrsten Sinne des Wortes Familie. Dort hat er Rückhalt, Anerkennung und uneingeschränkte Verbundenheit gefunden, etwas, dass er in seiner Jugend nie kennenlernen durfte. Darauf fußt die Loyalität seinen Brüdern gegenüber und seine unverrückbaren Prinzipien, von denen er sich auch von der großen Liebe nicht abbringen lässt. Gerade das macht ihn für mich als Charakter wirklich interessant, er lässt sich durch nichts und niemanden verbiegen.

Mit Sheronah hat ihm die Autorin eine Frau zur Seite gestellt, die nicht dem üblichen Klischee-Püppchen entspricht – sie weiß, wie der Hase läuft. Bei ihr stellt sich viel mehr die Frage: Will ich mich (wieder) an ein Member eines Clubs binden, der sein Geld unter anderem auch mit schmutzigen Geschäften macht? Es ist allerdings nicht ihre Entscheidung, die einen endgültig anmutenden Schlussstich unter das Paar setzt, sondern Jigs Prinzipien.

Die Geschichte der beiden fand ich spannend zu lesen, denn Loraine Aksander macht es Jigs und Sheronah nicht leicht. Es braucht Zeit, bis Altes aufgearbeitet ist und auch das gegenseitige Verstehen passiert nicht von jetzt auf gleich. Was mich an dem ersten Teil der „Wolves & Angels“ aber fast noch mehr fasziniert hat ist, dass die Lovestory zwar das zentrale Thema ist, außen rum aber auch unglaublich viel passiert. Vermeidliche Nebenfiguren und Ereignisse sind so facettenreich aufgebaut, dass ich mir ziemlich sicher bin, in den Folgebänden wieder auf sie zu treffen, dass die Serie als großes Ganzes zu sehen ist und nicht eine Aneinanderreihung von lose zusammenhängenden Einzelgeschichten.

„Verschwiegene Wahrheit“ war für mich ein richtiges Lesevergnügen und ich bin wahnsinnig auf die Folgebände gespannt. Für jeden, der gerne in die Welt der OMC´s eintaucht und eine gut durchdachte, spannenden Geschichte zu schätzen weiß, spreche ich daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung aus.

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