„#nofilter“ von Nora Wolff

„#nofilter“ von Nora Wolff

Verlag: Cursed Verlag

ISBN: 978-3958231139

Softcover: 388 Seiten

Release: November 2017

Genre: Contemporary

Teil einer Reihe: –

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Cursed Verlag

Beschreibung:

Fotografie ist Davids Passion. Stolz darauf, jeden Kunden perfekt in Szene zu setzen, verzweifelt er beinahe, als der schüchterne Luis in sein Studio stolpert. Der Rotschopf ist nicht nur unglaublich unfotogen, sondern auch tierisch verklemmt. Doch Davids Ehrgeiz ist geweckt: Er wird aus Luis das perfekte Foto herausholen, koste es, was es wolle. Nur hat er nicht damit gerechnet, dass der Preis sein Herz sein könnte …

Mein Eindruck:

Dieses Buch war ein klassischer Cover-Kauf von mir. Ich mag Buchverpackungen, die nicht zu überladen sind, sondern eine klare Linie haben. Trotzdem ist „#nofilter“ in meinem Regal immer weiter nach hinten gerutscht. Nun habe ich es hervorgeholt und war gespannt, was sich hinter diesem tollen Cover verbirgt.

Der erste Satz:
– Ryans Arsch war perfekt. –

David ist ein Perfektionist, was seine Bilder betrifft. Dafür ist ihm kein Aufwand zu Groß. Ganz anders in seinem privaten Leben, dort geht er gerne den leichtesten Weg – vor allem, was Beziehungen anbelangt. Er sucht unkomplizierten Spaß, ohne große Verpflichtungen und ohne sich irgendwie auf seinen Gegenüber einlassen zu müssen, Hauptsache die Optik passt soweit. Ich empfand ihn in weiten Teilen der Geschichte deswegen wahnsinnig oberflächlich und vor allem Luis gegenüber sehr verletzend. Logischerweise kommen das Umdenken und die Veränderung seiner Haltung, sonst wäre es ja keine Love-Story, aber das nur sehr zögerlich.

– Er wusste nicht, ob er dem standhalten konnte. Er wusste nicht mal, warum er jetzt noch standhielt. Nur dass Luis zu beschissen heftig für ihn schwärmte. Dass er zu sehr … zu sehr Luis für diesen Scheiß hier war. Er war nicht der Typ für One-Night-Stands. Verdammt, er war der 10-Schritte-für-mehr-Selbstvertrauen-Typ. Er würde sich morgen dafür hassen. – (S. 146)

David hat Luis lange Zeit am ausgestreckten Arm verhungern lassen, sich dessen Gefühle für sich allzu sehr bewusst. Für mich war dieser schüchterne, unsichere Charakter der klare Sympathieträger dieser Geschichte. Einzig, dass er zum Schluss hin doch sehr zügig eingeknickt ist, fand ich etwas Schade. David hätte für meinen Geschmack durchaus noch etwas mehr für sein anfängliches Verhalten leiden dürfen.

Im Großen und Ganzen wurde ich von „#nofilter“ trotzdem gut unterhalten. Die Geschichte lässt sich flüssig weg lesen und Nora Wolff hat, vor allem mit Luis, einen Charakter erschaffen, den ich gerne begleitet habe. Von mit gibt es daher für alle Romance-Fans gerne eine Leseempfehlung.

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