„Umkämpfter Thron“ von Alexa Lor

Verlag: Self-Publishing

ISBN: 978-1689768351

Softcover: 680 Seiten

Release: September 2019

Genre: Urban-Fantasy

Teil einer Reihe: Sanguineum

1. Fürst der Naschar
2. Verschleierte Macht
3. Umkämpfter Thron

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Alexa Lor

Beschreibung:

Jeder kämpft, um zu gewinnen.
Manchmal ist man jedoch zum Kämpfen gezwungen, obwohl man weiß, dass man nicht gewinnen kann. Einfach, weil man kämpfen muss.

Nach dem Sieg über die Sanguiniker sollte in Naschkabor eigentlich Ruhe einkehren. Doch plötzlich sieht sich Domenicus mit einem Herrscher konfrontiert, der sich mit jedem Tag mehr verändert.
Zerfressen von Misstrauen vermutet Barlas in jedem eine Bedrohung für sich und seine Macht. Der Weg in den Kerker ist für niemanden weit, und Barlas‘ Tyrannei macht vor keinem Halt.
Domenicus muss sich der Gefahr stellen, die das Volk der Naschar zu vernichten droht, und so rüstet er sich für seinen letzten Kampf. Ein Kampf, von dem er weiß, er ist aussichtslos, wenn kein Wunder geschieht – der Kampf gegen den allmächtigen Herrscher der Naschar.

Die Geschichte um den Naschar Domenicus geht in die dritte und letzte Runde, und wer wissen möchte, ob Domenicus jetzt endlich sein Glück mit Adriana findet oder vielleicht doch mit jemand anderem, sollte sich diesen Teil nicht entgehen lassen.

Mein Eindruck:

Die Sanguineum-Trilogie findet nun mit „Umkämpfter Thron“ ihren Abschluss. Wenn man Figuren über so viele vorangegangene Seiten kennen und auch liebe gelernt hat, ist es für mich immer spannend herauszufinden, wie das Ende des gemeinsamen Weges ausfallen wird – ob sie mir ein würdiges Finale schenken.

Alexa Lor bleibt ihren Stil treu und erzählt die Geschichte wieder aus einigen unterschiedlichen Perspektiven, was den Lesefluss für mich aber in keinster Weise schmälert, ganz im Gegenteil! Ich bekam dadurch einen besseren, komplexeren Einblick in die Geschehnisse und die Intentionen der einzelnen Figuren. Musste sich im zweiten Sanguineum Band das Volk der Naschar noch mit den Sanguinikern gegen einen Feind aus der Menschenwelt zur Wehr setzten, kommt die Gefahr in „Umkämpfter Thron“ direkt aus ihrer Mitte. Die Gier nach Macht, die Herrschaft um jeden Preis endete schon für so manche Gesellschaftsform in einer Katastrophe – wenn Brüder gegen Brüder kämpfen beginnt ein Volk unweigerlich auszubluten, auch die Naschar. Aufgrund seiner Thematik, die auch in der Realität in ähnlicher Art und Weise schon anzutreffen war und ist, fand ich diesen abschließenden Teil der Trilogie um einiges düsterer und beklemmender als seine Vorgänger.

Domenicus hat wieder eine tragende Rolle inne, da er aufgrund seiner Moralvorstellungen die Augen nicht, wie manch anderer, der Einfachheit wegen, verschließen kann. Ich mag diesen starken Charakter, dem Alexa Lor hier aber einiges abverlangt. Auch viele andere, bereits aus den vorangegangen Bänden bekannte Figuren, haben einen wirklich großen Auftritt. Von einigen hätte ich das auf diese Art und Weise auf keinen Fall erwartet und finde die Wendungen in der Geschichte genial. Adriana hingegen ist und bleibt ein Charakter, der mich oftmals den Kopf schütteln lässt und ich mich frage, was Domenicus in ihr sieht bzw. gesehen hat. Sie kann Yannick in seiner Liebenswürdigkeit einfach nicht das Wasser reichen und ich habe mir, nachdem er in den vorangegangenen Bänden so unendlich leiden musste, wirklich gewünscht, dass auch er sein persönliches Glück findet. Die Spitze des Spannungsbogens hat Alexa Lor sich allerdings nicht bis zum Schluss aufgehoben. Nach dem großen Show-down durfte ich als Leser die verbliebenen Naschar noch eine Weile begleiten, was mir richtig gut gefallen hat. Ich konnte mich auf diese Weise gebührend von allen verabschieden, bevor ich das letzte Wort gelesen hatte.

Mit „Umkämpfter Thron“ hat Alexa Lor einen großartigen Abschlussband zu Papier gebracht. Intrigen, Wendungen und Überraschungen, sowie die Eigenheiten der einzelnen Figuren machen die Sanguineum-Trilogie für mich zu einen eindrucksvollen Leseerlebnis. Ich habe viel tolle Stunden in Naschkabor verbracht und gebe nicht nur diesem Band, sondern allen drei Teilen, meine ausdrückliche Leseempfehlung.

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