„Tanz der Ikonen“ von B.D. Winter

Verlag: Self-Publisher

ISBN / ASIN: B076HY1FYZ

Release: November 2017

Genre: Thriller, Romantic-Suspense

Teil einer Reihe: Shark Temptations
1. Tanz der Ikonen
2. Poker mit Hai

 

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: B.D. Winter

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Er hat Stil. Er liebt Kunst. Er verhandelt knallhart. Und um zu gewinnen, scheut er keine Gefahr.

Offiziell Unterhändler für die High Society Wiens, operiert Alexander Merahwi im Hintergrund mit einem Team, das jedem Geheimdienst zur Ehre gereicht. Wenn einer sich mit der russischen Mafia anlegen kann, dann er, selbst kaltblütig und kompromisslos wie ein Hai. Eine geschmuggelte Ikone gerät in die falschen Hände, und Merahwi plant einen gewagten Coup, um sie wiederzubeschaffen.

Neu unter Merahwis Mitarbeitern ist Julian, ohne Erfahrung, aber mit einer gehörigen Portion Idealismus und einem Faible für Männer im Rampenlicht. Julian beginnt eine Affäre mit dem Auftraggeber, einem Ballettstar, doch in Merahwis Team hat Liebe zwischen Männern keinen Platz.

Romantischer Thriller im Herzen Wiens.

(Der Fall ist in sich abgeschlossen.)

Mein Eindruck:

Auf meine Liste für Must-Reads hat es „Tanz der Ikonen“ schon kurz nach dem Erscheinen geschafft. Zum Lesen bin ich aber erst jetzt, über ein Jahr später, gekommen, nachdem ich mehr oder weniger mit der Nase darauf gedrückt wurde. Gut, dass Bücher nicht nachtragend sind, ich selbst könnte mir aber in den Allerwertesten beißen, dass ich die Story nicht schon viel früher angegangen bin. B.D. Winter hat mit ihrer ersten Veröffentlichung im Gay-Genre nämlich einen richtigen Pageturner geschaffen.

Schon der Einstieg in den Auftaktband der Shark Temptation-Reihe beginnt mit einer guten Portion Spannung. Man ist live dabei, wie durch Erpressung eine wertvolle Ikone (Heiligenbildchen, religiöse Kunst) auf nicht ganz legalem Weg in das Land gebracht wird. Und wie es der Teufel will, um bei der Religion zu bleiben, läuft die Übergabe nicht so reibungslos wie geplant. Das kleine Kunstwerk landet in den falschen Händen. Leider gehören diese, wie der ursprüngliche Auftraggeber des Schmuggels auch, der russischen Mafia an. Ein Fall, den allen Beteiligten definitiv nicht vor einem Staatsorgan ausbreiten möchten und hier kommt „Merahwi & Martin“ ins Spiel. Die Firma von Alexander Merahwi hat sich Verhandlungsstrategie auf die Visitenkarte geschrieben. Ein sehr dehnbarer Begriff des Betätigungsfeldes, denn spezielle Aufträge erfordern spezielle Mittel und so sind die Arbeitsmethoden des Teams, das Julian noch ziemlich grün hinter den Ohren verstärkt, auch gerne einmal jenseits der Legalität angesiedelt.

Es entwickelt sich ein temporeiches Katz- und Maus-Spiel zwischen den drei Fronten, welches die Autorin sehr gekonnt umgesetzt hat. Das Setting, die einzelnen Szenen, aber auch ALLE Protagonisten, nicht nur die Hauptcharaktere, sind wirklich detailreich ausgearbeitet. Ich hatte beim Lesen nie das Gefühl, der Dynamik wegen, durch die Story gehetzt zu werden und nur einen oberflächlichen Blick auf das Geschehen zu erhaschen. Genau so intensiv wie der Thrilleranteil kam auch die Love-Story mit ihren Höhen und Tiefen bei mir an, was vor allem der Vielschichtigkeit von Julian und Alexander geschuldet ist. Mit letzterem hat B.D. Winter bei mir eine Punktlandung vollzogen.

– Merahwi sah ihn direkt an. Seine Augen waren dunkelbraun, fast schwarz, und Julian konnte den Ausdruck darin nicht deuten. Er kam ihm lauernd vor. Er hatte den Eindruck, dass Merahwi mehr hören wollte, doch er wusste nicht, was er sagen sollte, und so schwiegen sie beide, und dieses Schweigen erzeugte unangenehmen Druck. – (S. 18)

Sandros Unberechenbarkeit, sein Charisma, die Unnachgiebigkeit, mit der er seine Ziele angeht, sowie seine Vergangenheit, auf die man ab und an einen sehr kurzen Blick werfen kann, machen ihn für mich zu einem wahnsinnig interessanten Charakter. Ich bin wirklich gespannt darauf, was im zweiten Teil hinter dieser undurchsichtigen Fassade noch zum Vorschein kommt.

Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung auf die Sprache bezogen. Das gelegentlich aufgreifen des Wiener Dialekts bzw. des österreichischen Humors fand ich großartig. Es war wie nach Hause kommen für mich, da Bayern und die Alpenrepublik in den Punkten doch viel gemeinsam haben.

„Tanz der Ikonen“ ist für mich Romantic-Suspence, wie ich sie lesen will. Ein spannender Thriller, verwoben mit einer Love-Story, die den fesselnden Handlungsverlauf nicht erdrückt, sondern noch zusätzlich unterstreicht. Nach diesem ersten Teil steht für mich fest, dass ich mit dem Folgeband definitiv kein weiteres Jahr warten werde. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung.

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