„Kurzum: Liebe“ von Barbara Corsten

Verlag: Self-Publishing

ISBN: 978-1796390940

Softcover: 188 Seiten

Release: Februar 2019

Genre: Anthologie

Teil einer Reihe: –

 

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Barbara Corsten

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Liebe am Scheideweg – Patrick und Max müssen entscheiden, wie es bei ihnen weitergeht, während Nat bereits eine Ahnung davon hat, wie Liebe sein könnte und Ronnie noch mit seinen Dämonen kämpft. Ein Clubgast beobachtet einen Tänzer, der scheinbar unbeeindruckt nur tanzen will. Tatsächlich? Oder steckt eine ganz andere Motivation dahinter. Indessen kämpfen Joshua und Mark mit ganz anderen Gefühlen. Jan erfährt, dass nicht jeder Weihnachtsengel Flügel haben muss und ein kleiner Hund zeigt Jo und Emil, wo es lang geht, doch alle Geschichten haben ein gemeinsames Element. Tiefe, aufrichtige Liebe, die alles trägt. Die Geschichten wurden bereits auf diversen Onlineplattformen vorgestellt. Die letzte Geschichte ist eine bisher unveröffentlichte Bonusgeschichte.

Mein Eindruck:

Von Barbara Corsten kannte ich bis dato nur eine Kurzgeschichte aus einer Anthologie, die mich, ehrlich gesagt, nicht wirklich begeistern konnte. Mir fehlte der rote Faden, der mich durch die Geschichte zieht. Short-Storys mit gesetzten Themen und fixen Abgabeterminen sind wohl, nach Aussage der Autorin, ihrer Muse Tot. Dieses offene Eingeständnis, selbst mit dem Beitrag nicht zufrieden zu sein, hat mich sehr beeindruckt. Deswegen wollte ich wissen, was die Autorin ohne Vorgaben und zeitlichem Druck in der Lage ist, zu Papier bringt.

Die sechs Geschichten dieser kleinen Anthologie haben mich wirklich überrascht. Jede einzelne davon hat Tiefe und versteht es Emotionen zu transportieren. Die Liebe in all ihren Facetten wird wundervoll eingefangen. Von witzig über romantisch bis hin zu tragischen und zutiefst traurigen Themen hat die Autorin Storys zusammengetragen, die mich durch die Bank begeistern konnten. Zwei davon haben es mir aber ganz besonders angetan. Die traurige, melancholische Stimmung in „Inmitten der Nacht“ ist toll umgesetzt und „Künstlerseelen“ empfand ich, trotz der Kürze, am intensivsten, was wohl auch den Umständen geschuldet ist, unter denen die zwei Briefe entstanden sind.

„Kurzum: Liebe“ ist für mich eine rundum gelungene Anthologie, mit Geschichten, die aufgrund ihrer nicht immer leicht zu verdauenden Thematik bei mir noch nachhallen. Daher von mir eine klare Leseempfehlung

Für diejenigen, die gerne wissen, auf was sie sich mit diesem Buch einlassen, hier noch ein paar Zeilen zu jeder Story.

1 – Merry Christmas/After Christmas
Diese erste Geschichte erzählt das Kennenlernen von Jan und Chris auf dessen Geburtstagsfeier. Jährlich wiederkehrend zu jenem besonderen Datum stattet man den beiden einen Besuch ab und erlebt, wie sich deren Beziehung entwickelt – mit ihren Höhen und Tiefen und den Tücken des Alltags.

2 – Künstlerseelen
Eigentlich besteht dieser Beitrag aus nur zwei Briefen, aus wenigen gefüllten Seiten. Diese sind aber so emotional verfasst, dass sie für mich zum Highlight dieser Sammlung wurden.

3 – Tanz des Verführers
Tanzen ist Gefühl, Leidenschaft, Rausch und genau darauf läuft sich diese Story hinaus. Sie ist ein Einblick in eine einzige Nacht, angefüllt mit all dem.

4 – Himmel und Hölle
Ab wann ist ein Ende mit Schrecken sinnvoller als ein Schrecken ohne Ende. Die Beziehung zwischen Patrick und Max würde ich zu Beginn tatsächlich als ungesund einstufen. Was wirklich dahinter steckt kommt erst nach und nach ans Licht und stellt die Rollen, die beide inne haben, auf den Kopf.

5 – Inmitten der Nacht
Schafft es eine einzige Begegnung einen Funken Hoffnung zu vermitteln, wenn einem das eigene Leben nicht mehr lebenswert erscheint und die Schuldgefühle zu einer nicht mehr zu bewältigenden Last werden. Hoch emotional und für mich ein weiteres Highlight.

6 – Über Hochzeiten, Fettnäpfchen und kleine Hunde
Eine sehr amüsante Geschichte über Gesellschaftsunterschiede, eine klammernde Mutter und die Vergesslichkeit eines Hundes, was seine Manieren betrifft.

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