„Poker mit Hai“ von B.D. Winter

Verlag: Self-Publishing

ISBN: 978-3748147312

Softcover: 308 Seiten

Release: November 2018

Genre: Thriller, Romantic-Suspense

Teil einer Reihe: Shark Temptations

1. Tanz der Ikonen
2. Poker mit Hai

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: B.D. Winter

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Er ist der Hai, er tritt an, um zu gewinnen. Doch wenn er verliert, wären sie frei.

Die Namen im Ehevertrag sind geschwärzt, die Bedingungen ungeheuerlich. Kein Wunder, dass die neue Klientin auf Rache sinnt. Die Verhandlungen für sie zu gewinnen, wird alles andere als einfach, doch sie brauchen beide den Sieg. Sie, um dem Ungeheuer ihre Kinder zu entziehen. Merahwi, um seine Villa zu retten, bevor der russische Mafiaboss Rodchenko sie in die Finger bekommt.

Ausgerechnet zu diesen Verhandlungen will Julian ihn begleiten, und Merahwis Instinkt schlägt Alarm. Kann man seinem Geliebten einen Wunsch abschlagen? Schon einmal vermochte er einen Mann nicht zu retten, den er inniglich liebt.

 Der zweite romantische Thriller um den charismatischsten Unterhändler Wiens.

Mein Eindruck:

Der einzige Vorteil ist, wenn man ewig um den Auftaktband einer Reihe herumschleicht, dass der zweite Teil mit ziemlicher Sicherheit schon erschienen ist. Nachdem mich „Tanz der Ikonen“ restlos begeistern konnte, drückte mich die Neugier sehr, ich musste einfach wissen, wie die Geschichte um Alexander, Julian und dem Team von Merahwi & Martin weiter geht.

Schulden sind nie gut. Schulden, bei denen die russische Mafia mit am Gläubigertisch sitzt, haben aber nochmal ein anderes Gewicht. So kommt Alexander die Anfrage, ober er bei einer Scheidung die Abwicklung in die Hand nehmen würde, mehr als gelegen. Nach dem Coup mit der Ikone scheint dieser Auftrag einem Spaziergang gleich zu kommen und verspricht leicht verdientes Geld. Das erste Treffen mit den beiden Parteien des Rosenkrieges schafft für Alexander und sein Team aber eine komplett neue Ausgangsposition. Derjenige, der ihnen gegenüber sitzt, ist nämlich ein alter Bekannter und vor allem Julian verbindet mit dem Noch-Angetrauten ihrer Mandantin sehr unschöne Momente, um es vorsichtig auszudrücken. Es ist ein gefährliches Spiel, auf das sich Alexander eingelassen hat.

Ich fand es wieder extrem spannend den Verhandlungsstrategen und sein Team bei diesem vertrackten Fall zu begleiten. Wie im ersten Band wurde ich unausweichlich in die Geschichte gezogen und war sofort mittendrin. Die detailreichen Beschreibungen der Handlungsorte hatten wieder einen großen Anteil daran, aber auch, dass B.D. Winter die einzelnen Charaktere noch einmal vertieft und ihnen neue, teilweise unerwartete Facetten schenkt. Neben dem Thrilleranteil, bei dem ich mir bis zum Schluss nicht zusammenreimen konnte, wie Alexander es drehen will, dass seine Klientin, aber auch er, als Gewinner aus dieser unfairen Partie hervorgehen, bekommt die Beziehung zwischen Sandro und Julian etwas mehr Raum als in „Tanz der Ikonen“. Leider läuft, wie auch beim aktuellen Fall, im privaten Bereich nicht alles rund. Julians Familie, aber vor allem Sandros Vergangenheit stellen das heimliche Paar auf die Probe.

– Er schüttelte nur den Kopf. Es war falsch, Julian zu belasten. So falsch, ihn in sein gefährliches und verkorkstes Leben hineinzuziehen. „Rede mit mir! Sandro, ich bin dein Partner. Wer sonst sollte denn für dich da sein, wenn nicht ich?“
„Niemand.“ – (S. 191)

Sich nicht in die Karten schauen zu lassen mag bei Verhandlungen den Ausschlag zum Erfolg geben, dass diese Strategie aber auf Beziehungsebene nicht förderlich ist, muss Sandro nach 17 Jahren emotionaler Abschottung erst wieder lernen. Für mich waren das die aufreibendsten Szenen der Geschichte und ich denke auch, dass die Beziehung zwischen den beiden Männern im weiteren Verlauf der Reihe noch sehr viel Zündstoff mit sich bringen wird. So hoffe ich zeitnah auf eine erneute Reise nach Wien und einen Besuch bei der Firma „Merahwi & Martin“.

„Poker mit Hai“ steht seinem Vorgänger in nichts nach. Spannend, temporeich, unvorhersehbar, aber auch emotional dicht und berührend bringt B.D. Winter diese Geschichte zu Papier. Für mich wieder Romantic-Suspense auf den Punkt gebracht und daher eine klare Leseempfehlung.

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