„Rionnag – Krieger meiner Seele“ von A.C. LoClair

Verlag: Self-Publishing

ASIN: B07T57MQRF

Softcover: 356 Seiten

Release: Juni 2019

Genre: Urban-Fantasy, Paranormal

Teil einer Reihe: –

 

© Klapptext  und Coverrechte: A.C. LoClair

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Das Leben ist nur eine Facette unserer Seele.

Kendra hat alles, was man zum Glücklichsein braucht — einen wundervollen Ehemann, drei bezaubernde Töchter, ihr Traumhaus und ihren Wunschberuf.

Dennoch gibt es eine Leere in ihr und die Sehnsucht nach einem ungreifbaren Zuhause. Lange kann sie den damit verbundenen Träumen ausweichen, doch als diese immer grausamer und realistischer werden, droht ihr die Wirklichkeit zu entgleiten und die fernen Visionen werden sogar wichtiger als ihre Familie.

Ganz bodenständig entscheidet sie sich dafür, einen Therapeuten aufzusuchen – dessen unkonventionelle Methoden werfen sie allerdings gehörig aus der Bahn. Plötzlich ist sie sich selbst so nah und fern wie noch nie – befindet sich hunderte von Jahren zurück in der Vergangenheit und begegnet einem Krieger, dessen blaue Augen ihr wahres Wesen zu erkennen scheinen.

Werden die ersehnten Antworten Kendra den gesuchten Frieden schenken oder alles zerstören, was ihr lieb und teuer ist?

Mein Eindruck:

Mit „Rionnag – Krieger meiner Seele“ hat wieder eine Autorin den Schritt einer ersten eigenen Veröffentlichung gewagt. Ich habe die Anfänge dieser Geschichte mitverfolgt und finde es immer wieder faszinierend, wie aus einer Idee nach und nach ein ganzes Buch entsteht. Nachdem A.C. LoClair verkündet hat, dass ihr Erstling nun erhältlich ist, war für mich klar, dass ich an Kendras kompletter Geschichte nicht vorbeikomme. Ich war neugierig, denn anhand des Klapptextes war nicht so recht ersichtlich, wo die Reise schlussendlich hin geht.

Kendra steht mitten im Leben. Sie hat augenscheinlich alles, um glücklich zu sein und doch fühlt sie sich unvollständig und fehl am Platz. Am gravierendsten setzen ihr jedoch ihre Träume zu, die sie 900 Jahre in die Vergangenheit katapultieren. Zyklisch und mit den Jahren an Intensität zunehmen werden diese Sequenzen ab einem gewissen Zeitpunkt für Kendra, aber auch für die Familie nicht mehr tragbar, doch selbst ihr behandelnder Arzt ist ratlos. Gemeinsam wird der Beschluss gefasst, Kendras Problemen mit schulmedizinisch eher umstrittenen Verfahren auf den Grund zu gehen, um endlich Antworten zu bekommen, was Kendra so tief mit der jahrhunderte zurückliegenden Zeit verbindet.

Die Thematik, die A.C. LoClair in diese Geschichte aufgreift, finde ich ungemein spannend. Es gibt definitiv Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich nicht wissenschaftlich erklären lassen. Doch auch wenn man das Ganze unter Fantasy einordnen will, hat die Idee ihren Reiz. Leider hatte ich mit der Umsetzung, konkreter gesagt, mit Kendra und der familiären Darstellung so meine Probleme, obwohl ich, vom Alter und meiner Familienkonstellation her, genau in die Zielgruppe passen würde. Für mich war die Interaktion der Figuren einfach zu glatt bzw. zu kuschlig. Kendras Flashbacks beeinträchtigen die ganze Familie, ihren Mann und die Kinder, und doch gibt es kaum Spannungen – ganz im Gegenteil – es herrscht ausschließlich tiefe, bedingungslose Liebe ohne Wenn und Aber. In den Sequenzen, die in der Vergangenheit spielen, genauer um 1200 n. Chr. in Schottland, ist diese unumstößliche Liebe zwar auch wieder ein großes Thema, aber neben vielen anderen Begebenheiten nicht ganz so dominant, weswegen mir diese Teile der Geschichte, mit ihrer Mystik, bedeutend mehr zugesagt haben. Ein richtiger Zugang zu den Charakteren ist für mich aber leider trotzdem nie zustande gekommen.

„Rionnag – Krieger meiner Seele“ lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits finde ich das Thema und die Ausflüge ins frühe Schottland durchaus spannend und ansprechend, andererseits ist mir die geballte Liebe, die sich konsequent durch das ganze Buch zieht, einfach too much. Für mich eindeutig eine Veröffentlichung, die in die Rubrik „Geschmackssache“ fällt.

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Danke!

 

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