“Immer wieder wir” von Sara Pearson

Verlag: Self-Publishing

ISBN / ASIN: B082MH9GJ8

Softcover:

Release: Dezember 2019

Genre: Contemporary

Teil einer Reihe:

 

© Klapptext und Coverrechte: Sara Pearson

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Was würdest du tun, wenn du für deinen Partner plötzlich ein völlig Fremder bist?
Mit genau dieser Frage muss Ben sich auseinandersetzen, als sein Mann nach einem schlimmen Unfall aus dem Koma erwacht. Seit sieben Jahren sind sie ein Paar, doch Felix weiß das alles nicht mehr.
Er erkennt seinen eigenen Mann nicht wieder.
Wird Felix´ Erinnerung zurückkehren? Und selbst wenn nicht, kann es Ben schaffen, seinen Mann erneut für sich zu gewinnen?

*****

Achtung! Hierbei handelt es sich um eine überarbeitete Neuauflage! Das Buch erschien am 03.03.2017 schon einmal mit einem anderen Cover. Auch der Inhalt wurde noch einmal überarbeitet.

Mein Eindruck:

Ich habe die erste Fassung von „Immer wieder wir“ gelesen und ich muss sagen, die Geschichte zu überarbeiten war nicht die schlechteste Idee von Sara Pearson. Es gab so einiges, was mich während des Lesens gestört hat, deswegen war ich neugierig, was die Autorin nachträglich noch aus Ben und Felix hervorgekitzelt hat – die Story an sich ist gleich geblieben.

Die Beziehung der Beiden ist mit einem Schlag am Ende. Nachdem Felix herausfindet, dass Ben seit Monaten eine Affäre am laufen hat, zieht er seine Konsequenzen, incl. dem Bruch mit seinem Angetrauten. Ein Flugzeugabsturz mit Felix an Bord misch die Karten allerdings neu. Er leidet danach, neben seinen schweren Verletzungen, an Amnesie und kann sich an die Jahre mit seinem Noch-Ehemann nicht erinnern. Ben ist ein Fremder geworden. Das wiederholte Kennenlernen könnte ein Neuanfang für die Beziehung sein. KÖNNTE, denn Ben vermasselt es abermals ganz gewaltig.

Die Geschichte um das Paar lässt sich nach der Überarbeitung um einiges flüssiger lesen und auch die groben Logik-Schnitzer hat Sara Pearson ausgemerzt. Der Erstling der Autorin ist im Ganzen betrachtet runder geworden. Leider wirkt sich das nicht auf meine Sympathien gegenüber den Hauptfiguren aus. Ich konnte mich weder auf Felix, noch auf Ben, richtig einlassen. Beide bringen in ihrem Verhalten nichts mit, was mich abholen oder gar mitreißen konnte. Vor allem ihr Gedankenkarussell, dass sich unaufhörlich um das immer gleiche Thema dreht, fand ich auf Dauer eher ermüdend. Die Geschichte plätschert so vor sich hin und baut für mich kaum Spannung auf. Mir fehlte der Sog, das Gefühl, wenn man unbedingt wissen will, was auf den nächsten Seiten passiert, was wahrscheinlich daran liegt, dass mich die Erzählung auch auf emotionaler Ebene nicht abholen konnte. Sehr schade, denn die Idee, die hinter dem Buch steht, finde ich extrem spannend.

Alles in allem hat Sara Pearson für mich mit der Neuveröffentlichung nur halb gepunktet. Sprachlich war es für die Geschichte definitiv eine Steigerung, die Handlung und die einzelnen Protagonisten haben davon aber leider nicht profitiert. Für mich bleit „Immer wieder wir“ Geschmackssache.

 

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