„Ich glaube, ich habe eine Raupe gegessen!“ von Marc Weiherhof

Verlag: Self-Publishing

ASIN: B07YVLV6TM

Softcover: 247 Seiten

Release: Oktober 2019

Genre: Contemporary, Humor

Teil einer Reihe: –

 

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Marc Weiherhof

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Raupen zum Frühstück?
Klar, die sind lecker!

Bereits bei der Einreise nach Namibia tritt der Pistazien futternde Tollpatsch Leon in das erste von unzähligen Fettnäpfchen. Eigentlich reist der 22-jährige Schweizer ja für einen simplen Sommerjob ins südliche Afrika, findet aber stattdessen frittiertes Krabbelzeug, geplatzte Reifen und die große Liebe.

Okay, über diesen letzten Punkt lässt sich streiten.

Auf jeden Fall bringt Tayo, ein attraktiver Macher-Typ mit Gletschersee-Augen und hüpffreudigen Körperteilen, Leons harte(s) Nüsschen ziemlich schnell zum Glühen. Zusammen erleben sie ein Busch-Abenteuer, bei dem nicht nur Löwen, Warzenschweine und Erdmännchen auf ihre Kosten kommen.

Keine Angst vor Lachtränen? Dann begleite die Männer auf ihrer Reise ins Glück.

Mein Eindruck:

Marc Weiherhof war mir bis jetzt nur durch zwei Kurzgeschichten, die in Anthologien erschienen sind, ein Begriff. Seine selbst veröffentlichten Texte sind leider mehr oder weniger an mir vorbei gegangen. Die Raupe hat das geändert – bei dem Titel musste ich einfach genauer wissen, was sich hinter diesem qietsch-pinken Cover verbirgt.

Wenn man(n) mehrere Wochen auf einem anderen Kontinent verbringt, informiert man(n) sich in der Regel vor Reiseantritt. Dann gibt es noch die Fraktion „geht auch ohne“, zu der sich Leon zählt, weswegen seine erst Schritte auf namibischen Boden für ihn in einer mittleren Katastrophe enden. Eine zusätzliche Überraschung für Leon, und dieses Mal im positiven Sinn, ist Tayo, sein neuer Arbeitgeber, der den Chaosschweizer und dessen Gefühlswelt gehörig durchschüttelt. Ihn aber auch beherzt vor den mehrbeinigen Ungetümen beschützt, die das afrikanische Land so zu bieten hat, denn mit Krabbeltieren hat´s Leon nicht so – weder auf dem Teller, noch sonst irgendwo in seiner Nähe.

– … schnappt sich das Tier und trägt es ins Freie. „Das ist doch bloß eine Grille. Warum machst du wegen eines harmlosen Insekts so einen Aufstand?“, will er von mir wissen, als er ins Zimmer zurückkommt und mich anstrahlt – es ist offensichtlich, dass es ihn bald vor Lachen zerreißt.
Das macht mich rasend. „Das … das war keine Grille! Oh neein! Das war ein mit Dornenbeinen und Stachel ausgestatteter Satanskäfer mit dem Auftrag, mich zu töten.“ – (S. 68)

Leons Sommerjob hat nicht nur ihm eine spannende Reise auf den Afrikanischen Kontinent eingebracht, auch ich habe es genossen, mit ihm und Tayo das Naturschauspiel, das Namibia zu bieten hat, zu entdecken. Marc Weiherhof ist es gelungen umfangreiche Informationen über die Flora und Fauna, Beschreibungen der atemberaubenden Landschaft und die Love-Story zwischen Leon und Tayo zu einer Geschichte zu verweben, in die man sich gerne fallen lässt. Auch den Chaoten aus der Schweiz, der von einem Fettnäpfchen ins Nächste stolpert, sowie den Buschmann, der für all das kämpft, was er sich aufgebaut hat und liebt, fand ich toll. Durch die wechselnden Perspektiven der Beiden bekam ich direkten Zugang zu ihren Gedanken, ihren Eigenheiten und Macken, und natürlich was sie beim jeweils anderen auslösen – es knistert!

„Ich glaube, ich habe eine Raupe gegessen!“ ist für mich ein Buch zum rundum wohlfühlen. Es ist witzig, charmant, abenteuerlich, sinnlich, aber auch etwas fürs Herz. Von mir bekommt die Geschichte daher eine klare Leseempfehlung.

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Danke!

 

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