„Die Begabten“ von Victoria Sue

Verlag: Dreamspinner Press

ISBN: 978-1644055854

Softcover: 210 Seiten

Release: Juni 2019

Genre: Paranormal, Science-Fiktion

Teil einer Reihe: Eine bessere Welt

1. Die Begabten

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Dreamspinner Press

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Als Talon Valdez zu einem Begabten wurde, wusste er, dass es mit seinem Leben und seinen Träumen vorbei war. Geschmäht, mit Misstrauen betrachtet und häufig eingesperrt wurden diese Menschen mit besonderen Fähigkeiten von der Öffentlichkeit verachtet und als Monster gesehen, denen man niemals so weit trauen konnte, dass sie für das Militär oder als Gesetzeshüter arbeiten durften.

Dann bietet sich ihm Jahre später die Gelegenheit, eine Sondereinheit von Begabten aufzubauen, die das FBI unterstützen soll. Die Bedingung dafür ist jedoch, dass jedem Begabten ein normaler Mensch als Partner zugeteilt wird.

Finn Mayer träumte seit seinem vierzehnten Lebensjahr von einer Karriere beim FBI und brachte jedes nur mögliche Opfer, um den Traum wahr zu machen, auch wenn er dafür seine selbstsüchtige Mutter und seinen homophoben, tyrannischen Bruder ertragen und auf einen Freund verzichten musste. Doch seine nicht diagnostizierte Dyslexie durchkreuzt diesen Plan. Seine letzte Chance ist die Zusammenarbeit mit Talon, einem Begabten mit einer tödlichen Fähigkeit, der normalen Menschen nicht traut und Finn scheitern sehen möchte.

Ihm bleiben vier Wochen, um sich dem Team zu beweisen. Dem Team bleiben vier Wochen, um sich der Öffentlichkeit zu beweisen. Und als eine andere Gruppierung ihren Erfolg – und sie selbst – in Gefahr bringt, müssen sie vier Wochen lang um ihr Leben kämpfen.

Mein Eindruck:

Wer kennt sie nicht, die X-Men. Wolverine, Storm, Mystique, Magneto und Professor X sind, denke ich, fast jedem ein Begriff. Der Klapptext zu „Die Begabten“ lässt eine ähnliche Thematik vermuten, und so war ich extrem gespannt auf die Geschichte, obwohl das Cover, um es diplomatisch auszudrücken, so gar nicht meins ist.

Finns Geschichte beginnt in Cookeville, Iowa, mit einer schriftlichen Absage des FBI. Sein Lebenstraum, für den er so vieles auf sich genommen und entbehrt hat, zerplatzt mit einem einzigen Brief. Um seinem Leben ohne wirkliche Perspektive eventuell doch noch entkommen zu können, setzt er seine ganze Hoffnung in ein Vorstellungsgespräch, das nicht über die offiziellen Kanäle der Bundesbehörde zustande gekommen ist. Das FBI hat ihn für ein geheimes Pilotprojekt, eine gemischte Sondereinheit aus normalen Menschen und Begabten, vorgesehen, dessen Akzeptanz in der Öffentlichkeit noch in den Sternen steht, da die Mehrheit der Bevölkerung den „Mutanten“ eher negativ gegenübersteht. Finn ist frei von jeglichen Vorbehalten, hat aber durch seine Unerfahrenheit nicht nur mit dem Aufnahmeverfahren zu kämpfen, sondern auch mit der Ablehnung durch seine neuen Teamkollegen, allen voran Talon, seinem zugeteilten Partner.

Durch die wechselnden Perspektiven zwischen den Beiden bekommt man einen guten Einblick in deren Gefühlswelt. Die Autorin beschreibt sehr eindringlich, mit welchen Ängsten Finn und Talon jeweils konfrontiert werden. Vor allem Talon hat, durch die allgemeine Behandlung der Begabten, Probleme Finn im Team zu akzeptieren.

– Es wäre ein guter Vorwand gewesen. Genau das, worauf er gewartet hatte. Der perfekte Grund, um den normalen Menschen loszuwerden und auf eine Einheit zu drängen, die ausschließlich aus Begabten bestand. – (S. 52)

Doch Finn tut das, was er sein ganzes Leben schon tun muss, er kämpft, und das macht ihn in meinen Augen sehr sympathisch. Er verschafft sich dadurch den Respekt der Gruppe, und zusätzlich einen Platz in Talons Herz, auch wenn der dieser Tatsache nicht ins Auge sehen will. Ich fand es schön die emotionale Entwicklung, aber auch das Zusammenwachsen des Teams mitzuerleben. Victoria Sue hat hier aus einem bunten Haufen eine Einheit geschaffen. Jedes Mitglied besitzt seine Eigenheiten, seine Macken und gesammelten Erfahrungen, was jeden Einzelnen auf seine Art liebenswert macht. Kombiniert mit der schwierigen Aufgabe, die Begaben in der öffentlichen Wahrnehmung in ein positiveres Licht zu rücken und nebenbei noch den ersten Fall zu lösen, wird daraus eine wirklich spannende Story.

Wer sich für die X-Men aus den Marvel-Studios begeistern kann, sollte unbedingt einen Blick in „Die Begabten“ werfen. Diskriminierung, Andersartigkeit, aber auch Loyalität und Vertrauen sind in Band eins der „Eine bessere Welt“-Reihe Kernthema und, meiner Meinung nach, toll umgesetzt. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung.

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