„Das Gesetz der Flamm“ von Leann Porter

Verlag: Dead Soft Verlag

ISBN: 978-3960893011

Softcover: 436 Seiten

Release: Mai 2019

Genre: High-Fantasy

Teil einer Reihe: Die Flamm-Chroniken

1. Das Gesetz der Flamm

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Dead Soft Verlag

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Zwanzig Schritte.

Weiter darf sich Taugenichts Dashan nicht von Flint entfernen, sonst werden sie von ihren Giftarmreifen getötet.

Dabei wollte Dashan doch nur einen Blick auf den Neuzugang in der Sammlung des Königs werfen: den Flamm Flint, heiß wie Feuer und exotisch wie eine Nacht unter östlichen Sternen. Dummerweise brannte besagte Sammlung dabei ab. Zur Strafe werden beiden tödliche Giftarmreife verpasst, die sie aneinander binden.

Um seine Freiheit wieder zu erlangen, muss Dashan als Flints Bewacher den Hochzeitstross der Prinzessin begleiten. Als sie unterwegs von Sturmreitern überfallen werden, sieht er seine große Stunde gekommen. Endlich darf er zeigen, was in ihm steckt! Nämlich ein Held, der die Prinzessin rettet! Doch sein Plan wird von Flint vereitelt, der ihn zur Flucht zwingt. Denn wie heißt es so schön im Gesetz der Flamm: Besser ein lebender Feigling als ein toter Held.

Mein Eindruck:

Dystopien, Science-Ficion und auch Fantasy, in all ihren Facetten, bieten einen Rahmen, der von der Wirklichkeit Lichtjahre entfernt liegt. Ich liebe diese Schauplätze und Geschichten, die nichts mit der Realität zu tun haben, die mich Neues entdecken lassen und meine Phantasie antreiben, einfach, weil darin alles möglich ist. Leann Porter konnte mich mit ihrem eindrucksvollen Weltenbau in „Crash“, einer dystopischen Story, schon vollends begeistern. Mit „Das Gesetz der Flamm“ geht die Reise in die High-Fantasy und somit in ein Genre, dass ebenso zu meinen Favoriten gehört.

– Der Vorhang stank, als wäre er seit Aldabars Krönung nicht gewaschen worden. Dashan atmete flach durch den Mund. Thon stieß ein ersticktes Röcheln aus. „Das ist ein beschissenes Versteck“, zischte er.
Dashan verdrehte die Augen, obwohl Thon das im Dunkeln nicht sehen konnte. „Weißt du ein besseres?“, zischte er zurück.
„Die ganze Idee ist beschissen.“ – (S. 2)

Ich kannte weder die Welt, noch die darin spielende Geschichte, aber mit diesen ersten Sätzen hatte mich die Autorin bereits fest in der Hand. Nicht nur, dass ich mir dabei ein Grinsen kaum verkneifen konnte, sie lassen auch schon ein klein wenig von Dashans Persönlichkeit durchblitzen. Er ist neugierig, ein Draufgänger und gleichzeitig ein Tollpatsch, und natürlich Vergnügen jeglicher Art nicht abgeneigt. Seine Prioritäten sind eindeutig anders gewichtet, als die der restlichen Ritteranwärter und doch kommt er damit ganz gut durchs Leben. Bis zu diesem vermaledeiten Zwischenfall, bei dem er die halbe königliche Sammlung an seltenen und wertvollen Exponaten abfackelt. Die Strafe dafür scheint, wie so oft, relativ milde auszufallen. Er bekommt die verantwortungsvolle Aufgabe als Wächter für Flint, einem Flamm und gleichzeitig eines der Ausstellungsstücke, zugeteilt. Durch Armreifen an ihn gebunden, darf Dashan endlich die Palastmauern verlassen und brennt richtiggehend darauf, zu zeigen, dass in ihm mehr steckt, als der von allen belächelte Taugenichts. Leider ändern sich die eigenen Möglichkeiten nicht, nur weil man jetzt auf der anderen Seite des Burggrabens steht und Dashan muss erkennen, dass es nicht so einfach werden wird, als wahrer Held in die Annalen einzugehen, vor allem, wenn man an etwas gefesselt ist, das seinen eigenen Kopf hat.

Das Zusammenspiel zwischen dem manchmal etwas schlichten Dashan und dem geheimnisvollen Flint hat Leann Porter wirklich grandios umgesetzt. Sie belauern sich, profitieren voneinander und wachsen durch den anderen über sich hinaus. Es sind Charaktere, die man einfach ins Herz schließen muss, so wie es die Beiden irgendwann auch gegenseitig tun. Die wechselnden Perspektiven lassen beim lesen tiefer blicken, als Dashan und Flint gewollt sind, dem anderen gegenüber preis zu geben und es macht Spaß, in ihre Köpfe zu sehen. Aber auch die vermeintlichen Nebenfiguren stehen dem in nichts nach. Allen voran Via, von der ich mir wünschen würde im Folgeband noch einiges mehr zu erfahren ist. Die Autorin hat es geschafft eine High-Fantasy Geschichte zu Papier zu bringen, die sich wirklich kurzweilig und ohne Längen lesen lässt. Sie ist lebendig, witzig, aber auch emotional und konnte mich zusätzlich durch die liebevoll und detailreich ausgearbeiteten Schauplätze vollends begeistern. Nun hoffe ich, dass Leann Porter mit Teil zwei der Flamm-Chroniken nicht allzu lange auf sich warten lässt. Ich möchte unbedingt erfahren, durch welche Abenteuer der Flamm und sein Beinahe-Held noch stolpern. Eine Leseempfehlung muss ich nach diesen Worten wohl eigentlich nicht mehr aussprechen … ich tu´s trotzdem!

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Danke!

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