„Cold – Winteranthologie“ Gemeinschaftsprojekt von Akira Arenth und 23 weiteren Autoren

Verlag: Self-Publisher

ISBN / ASIN: B076B8ZP72

Release: Dezember 2017

Genre: Anthologie

Teil einer Reihe:

 

 

© Coverrechte: Akira Arenth / Autor

Rezension

Alte Hasen und Jungspunde gemeinsam für einen guten Zweck

Die Idee von Akira Arenth eine Anthologie herauszugeben, deren Erlös zu 100% für einen guten Zweck verwendet wird finde ich großartig und dann auch noch den Mut aufzubringen einigen Neulingen eine Plattform für ihre Geschichten zu geben ebenso! Man hätte für dieses Projekt auch ausschließlich „Profis“ auswählen können, was in der einen oder anderen Rezension schon angemerkt wurde, aber meiner Meinung nach die Botschaft, für die diese Sammlung an Werken steht, nicht unterstrichen hätte. Dass bei 25 Geschichten nicht jede den Geschmack des Lesers trifft ist unausweichlich, aber lässt man ein einziges Buch von 25 Personen lesen, hat man anschließend auch 25 verschiedenen Meinungen dazu. Jeder Autor hat hier Zeit und Herzblut investiert, deshalb möchte ich auch zu jeder Geschichte ein kurzes Feedback abgeben, das bitte als konstruktive Kritik angesehen werden sollte und nicht als ein „schlecht machen“ der Geschichte.

 

1 – Merry Little Christmas / Adora Belle: Der Schreibstil und auch die apocalyptisch angehauchte Geschichte haben mir sehr gut gefallen.

2 – Winterwonder / Akira Arenth: Die Story ist etwas zahmer als seine bisherigen Werke, was ich aber auf keinen Fall negativ werte, ganz im Gegenteil. Unkonventionell, witzig und doch auch nachdenklich stimmend, eines meiner Highlights.

3 – Verrücktes Frettchen / Marc Weiherhof: Eine kurzweilige Geschichte die, gewollt oder ungewollt, so einige Klischees bedient und gerade deswegen sehr amüsant und lesenswert ist.

4 – Neuschnee / S. Thorstadt: Ich fand die Story um die zwei Jungs toll geschrieben und sehr rührend. Ein Autor den ich bis dato überhaupt nicht auf dem Schirm hatte… ist hiermit geändert.

5 – Santa ist ein Alien / E. E. Healing: Genial abgedrehte Science-Fiction Geschichte und ebenfalls ein Highlight.

6 – Wolfsseele / Minelle Chevalier: Handwerklich wirklich gut gemacht, leider ist diese spezielle Fantasy-Richtung so gar nicht meins.

7 – Death Moros / Lina Franken: Ich lese sehr gerne Dystophien, bei dieser hat mir das Setting ganz besonders gut gefallen. Eine Autorenentdeckung meinerseits, die ich mir sicher noch genauer ansehen werde.

8 – Wenn nur ein paar Tage bleiben / Kio Sander: Ein schwieriges Thema, gerade zur Weihnachtszeit, auf das man sich einlassen können/wollen muss um mit dieser Geschichte glücklich zu werden. Ich habe es getan und fand das Ganze wahnsinnig ergreifend. Highlight!

9 – Das Weihnachtswunder / Lena M. Brand: Diese Geschichte hat mir in ihrem Aufbau sehr gut gefallen, die Traumsequenzen dazu zu nutzen um zu zeigen um was es an Weihnachten wirklich geht, fand ich toll.

10 – Ein unliebsames Urlaubsandenken / Ray Celar: Eine wundervolle Story die mich schmunzeln ließ (vor allem die bildliche Vorstellung des Andenkens), dass der Plot relativ vorhersehbar ist, tut der Geschichte aber meiner Meinung nach keinen Abbruch.

11 – Wintersonnwende / Felix F. Quirling: Eigentlich bin ich bei Schreibfehlern nicht sehr kleinlich, hier waren es mir aber eindeutig zu viele, auch die Wortwahl bei einigen Szenen war mir einfach zu heftig/derb.

12 – Jungfernkuss / Artificial Appearance: Mit meinem Faible für Dämonen hat diese Geschichte, mit ihrem zur Selbstüberschätzung neigenden Hauptprotagonisten, bei mir eindeutig einen Nerv getroffen. Da beim Schreibstil und Plot aber noch Luft nach oben ist…

13 – Alles Gute kommt von Oben / Scriptorem Malefica: Die Grundidee der Story gefiel mir sehr gut, leider schaffte es die Umsetzung dann nicht, mich zu überzeugen. Die Geschichte plätscherte ohne erkennbaren Spannungsbogen dahin und auch schreibtechnisch könnte man da noch einiges drauflegen.

14 – Kami-sama, daisuki! / Mariko: Dieser Text schreit geradezu nach Manga bzw. Anime-Film! Nach den ersten paar Seiten hatte ich Bilder im Kopf die auch zu einem Film von Hayao Miyazaki (Das wandelnde Schloss, Prinzessin Mononoke usw.) passen würden… super!

15 – Mit dem Kopf durch die Wand / E. S.: Im Grunde gefiel mir diese Geschichte ganz gut, sie wirkte auf mich allerdings etwas „gestaucht“. Vor allem um den Sinneswandel der Protagonisten zu veranschaulichen hätte ich mir ein paar Seiten mehr gewünscht.

16 – The Miracle of Christmas / Beatrice Bea: Ich brauchte hier drei Kapitel um überhaupt ansatzweise in die Story hineinzufinden, was neben der unglaubwürdigen Handlung unter anderem auch dem unausgereiften Schreibstil zu zuschulden ist.

17 – Perfect Illusion / Larissa Masuch: Es tut mir wahnsinnig leid das sagen zu müssen, aber das war nichts. Die Handlung fand ich wahnsinnig verwirrend, was durch die ständigen Perspektivwechsel noch verstärkt wurde. Auch bei der sprachlichen Ausarbeitung steckt das ganz noch in den Kinderschuhen. Wenn ich beide Augen zudrücke…

18 – Heimatlos / Elian Mayes: Eine Geschichte über Magie, die wirklich magisch ist und mich sofort in eine andere Welt mitgenommen hat. Die Handlung, die Protagonisten und der flüssig zu lesende Schreibstil ergeben ein rundes Lesevergnügen an dem ich nur einen Kritikpunkt habe, nämlich den abrupten Schluss und deswegen knapp am Highlight vorbei. Also…wie geht die Geschichte weiter?!?

19 – Liebe auf Umwegen / P.R. Jung & Namida Nala: Auch hier fand ich die Grundidee der Story gut, die Umsetzung aber verbesserungswürdig.

20 – Der verhängnisvolle Deal / Anne Felix: Bei dieser Erzählung bin ich zwiegespalten, den ab und an lese ich solche Geschichten ganz gerne. Hier finde ich allerdings, dass die Protagonisten, in Betracht ihrer völlig unterschiedlichen Charaktere, sich zu schnell (unrealistisch) aufeinander zubewegen. Wenn ich in die Bewertung eine vorgegebene Seitenzahl und den flüssig zu lesenden Schreibstil mit einbeziehe…

21 – Es ist kompliziert / Lenard von Nauheim: Eine wundervolle aber am Ende traurige Geschichte. Die Idee, die zwei Hauptfiguren mehr oder weniger zeitgleich aus ihrer Perspektive erzählen zu lassen, fand ich genial. Die Formatierung die dadurch nötig ist, ist zwar ungewohnt zu lesen, schmälert aber keinesfalls meine Wertung. Ebenfalls ein Highlight.

22 – Sternennacht über Atlantis / Jay Bélier: Von der Thematik her eigentlich eine schöne Geschichte, leider konnte mich der Schreibstil nicht 100%ig überzeugen.

23 – Ein ungewöhnlicher Wintersonnwendenball / P. Waldkristall & Luna S. Angel: Diese Fantasy-Geschichte fand ich unglaublich verwirrend. Meiner Meinung nach wurden hier, für den Leser nicht nachvollziehbar, zu viele Figuren bzw. Blickwinkel und Handlungsstänge miteinander verwoben. Die Erzählung wäre mit EINEM Prota-Paar sicherlich eingängiger und verständlicher gewesen.

24 – Man sollte kommen bevor man geht! / Lilly0201: Hier war wieder alles stimmig, Handlung, Protagonisten und Schreibstil… eine gelungene Geschichte.

25 – Blody Christmas / Adora Belle: Tolle Umsetzung des Themas Vampir und ein wundervoller Abschluss für die Anthologie. Zum Ende noch einmal ein richtiges Highlight.

 

 

 

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