“Umbrae Noctis 1: Jäger und Gejagter” von Elian Mayes

“Umbrae Noctis 1: Jäger und Gejagter” von Elian Mayes

Verlag: Amrûn Verlag

ISBN: 978-3958694095

Softcover: 318 Seiten

Release: September 2020

Genre: Dystopie

Teil einer Reihe: Umbrae Noctis
1. Jäger und Gejagter

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Amrûn Verlag

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Nach Einbruch der Dunkelheit leben die Menschen eingesperrt unter der Erde, während die Jäger die Erdoberfläche beherrschen. Sie töten jeden, der es wagt, in der Nacht einen Fuß nach draußen zu setzen. Als einer der Jäger gefangen genommen wird, soll Elias seinen Beitrag zur Erforschung dieser Spezies leisten. Kiresh, der im Institut in unzähligen Experimenten gequält wird, weckt jedoch zunehmend sein Mitgefühl. Nach und nach stellt Elias den Sinn und Zweck dieser Forschung infrage. Alte Aufzeichnungen aus den Archiven lassen ihn außerdem daran zweifeln, ob im Institut wirklich alles mit rechten Dingen zugeht.

Mein Eindruck:

Was ich bis jetzt von Elian Mayes gelesen habe, konnte mich durch die Bank begeistern. Allen voran die Ausflüge in die Fantasy. Mit „Umbrae Noctis“ wird es dystopisch, was mit zu meinen Lieblinsgenres gehört, und so stand der erste Teil dieser düsteren Zukunftsversion bereits vor dem Erscheinen auf meiner Must-Read Liste.

Der erste Satz:
– Der Lichtkegel, der durch einen Spalt auf den Boden fiel, wurde immer schmaler. –

Die Nacht gehört den Jägern. Nur in den Tagesstunden ist es den Menschen möglich ins Freie zu gehen, ansonsten leben sie zurückgezogen in riesigen Städten unter der Erde. Durch unglückliche Umstände schaffen es Elias und seine Freundin nicht mehr vor Sonnenuntergang hinter die schützenden Tore. Sie müssen die Nacht im Freien verbringen – und überleben. Dieser Umstand bringt Elias einen der begehrten Jobs in der Forschung. Ein Glücksfall für ihn, bis sich sein Gewissen meldet.

– So würde es also mit ihm zu Ende gehen. Als Futter für die Jäger. Wie lange würde es dauern, bis sie die Stadt erreichten und ihn fanden? Wie lange, bis es vorbei war? Abermals fragte er sich, wo sie überhaupt lebten und wie sie aussahen. Die Schauergeschichten, die er schon als Kind gehört hatte, waren da recht eindeutig: Groß waren sie. Gewaltig geradezu, mit gigantischen, schwarzen Schwingen, rotglühenden Augen und handkantenlangen Reißzähnen. – (S. 34)

Elian Mayes Art zu erzählen machte es mir leicht, mich in die Geschichte einzufinden. Elias ist ein sympathischer Charakter, der noch nicht so recht weiß, was er vom Leben zu erwarten hat. Spannender fand ich allerdings Kiresh mit seinem ungestümen Wesen. Mit den Beiden treffen zwei konträre Individuen mit vorgefassten Meinungen aufeinander. Ich fand es spannend, wie sich deren Wahrnehmung der jeweils anderen Spezies langsam zu ändern begann. Wie sie hinterfragen, was ihnen von Seiten ihrer Gesellschaft schon immer als unumstößlich vorgesetzt wurde.

Die Geschehnisse in „Jäger und Gejagter“ wirken auf mich aber eher wie ein Aufbau für etwas Größeres. Es ist zwar fesselnd zu lesen, wie sich das Ganze entwickelt, dennoch hatte ich irgendwie das Gefühl, dass da noch Luft nach Oben ist. Es bleiben einige Fragen offen, die hoffentlich in den Folgebänden wieder aufgegriffen und fertig erzählt werden.

Das Buch ist im Handel unter LGBT* gelistet, die queere Komponente kommt hier allerdings noch nicht wirklich zum Tragen. Es gibt lediglich kleine Andeutungen, die vermuten lassen. Nach Aussage des Autors nimmt dies erst im Folgeband mehr Raum ein.

Der Auftakt von „Umbrae Noctis“ war für mich ein spannender Einstieg. Mit „Jäger und Gejagter“ lernt man eine neue Welt, deren Gegebenheiten, und den Anfang von Elias und Kiresh Geschichte kennen, die aber noch lange nicht fertig erzählt ist. Ich freue mich auf das, was da noch kommen mag und gebe deswegen auch gerne eine Leseempfehlung.

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