“Shepard of Sins” von Martin Gancarczyk

“Shepard of Sins” von Martin Gancarczyk

Verlag: Self-Publishing

ISBN: 978-3985950928

Softcover: 430 Seiten

Release: Dezember 2021

Genre: Cyberpunk, Science-Fiction, Urban-Fantasy

Teil einer Reihe: Nicolas Schäfer Reihe
1. Shepard of Sins

© Klappentext und Coverrechte: Martin Gancarczyk

Beschreibung:

Mein Name ist Nicolas Schäfer,
und ich fresse die Sünden von Verbrechern.
Klingt absurd?
Du hast ja keine Ahnung, das ist noch gar nichts.

Auf der To-Do-List der nächsten zwei Wochen steht:
– Mächtig düsteren Komplott aufdecken, der Europa zerstören könnte
– Bren, den Vater meines Sohns, der mich nach einem One-Night-Stand geghostet hat, nicht umbringen
– Falls ich Bren, den Kronprinzen der königlichen Fae, doch töte, dann falsche Pässe besorgen und auswandern. Alaska klingt gut.
– Einen unmöglichen Einbruch durchführen
– Meine beste Freundin, eine Waffen liebende Sirene, davon abhalten, verschiedene Gebäude mit einer Panzerfaust hochzujagen
– Auf vier Kinder aufpassen: eines davon mein dreijähriger Sohn. Die anderen meine besten Freunde in Form von drei Dobermannwandlern, denen Chaos magisch folgt
– Ach: und nicht sterben.
Ja, nicht sterben wäre auch gut.

Die Shepard-Reihe begibt sich in ein fantastisches Hamburg, in dem Magie, Technologie und Megacities aufeinanderprallen. Eine Geschichte über Freundschaft, Vertrauen, selbstgewählte Familie und die Frage, wie viel man bereit ist, für geliebte Menschen zu opfern. Eine Facette, die zeigt, dass Liebe so viel mehr ist, als nur einen Partner zu finden. Durchdrungen von skurrilen Figuren, Sarkasmus, Action, Emotionen und einer Wagenladung an Geheimnissen.

Shepard of Sins umfasst zwar einen romantischen Nebenplot, doch ist und bleibt es ein Urbanfantasy und kein Romantasy oder spicy Buch. Es beinhaltet keine expliziten Erotikszenen.

Hinweis für jüngere Leser_innen:

Shepard of Sins kann durchaus auch von (älteren) Jugendlichen gelesen werden, aber ich würde es nicht unter 16 Jahren empfehlen, da dieses Buch Schimpfworte, Blut und auch vereinzelte brutale Actionszenen enthält. Jedoch keine expliziten Erotikszenen.

Mein Eindruck:

Von „Cold-Bloodes“, der ersten Veröffentlichung des Autors, habe ich bisher nur Gutes gehört. Was lag also näher, als sein neuestes Werk „Shepard of Sins“, gleich zum Release, bei mir einziehen zu lassen.

Der Einstieg in die Story verlief für mich ohne Probleme, obwohl Martin Gancarczyk eine sehr komplexe neue Weltordnung mit Magie, unterschiedlichsten Wesen und Gesellschaftsstrukturen erschaffen hat. Wenngleich ich keine Schwierigkeiten hatte, mich zurecht zu finden, kam ich mir während des Lesens, hauptsächlich im ersten Drittel der Geschichte, vor wie eine Flipperkugel, die zwischen Erklärungen zur Welt und den vielen darin vorkommenden Wesen, der Einführung der einzelnen Charaktere und der eigentlichen Story hin und her katapultiert wurde. Mir fehlte die Zeit, die einzelnen Aspekte zur Gänze wirken zu lassen. Schlag auf Schlag prasselte etwas Neues auf mich ein. Vielleicht hätte ich es anders empfunden, wenn ich die Welt bereits aus „Cold-Blooded“ gekannt hätte, so aber empfand ich das Erzähltempo zu Beginn einfach zu hoch.

Die einzelnen Figuren mochte ich allerdings von Anfang an, seien es die drei Dobermann-Brüder, allen voran Brooks, Sal, Bren, Wilma und natürlich Nic mit seinen Zweifeln, ob er denn das Richtige tut. Ich mochte den bedingungslosen Zusammenhalt der ungleichen Truppe, wie sie ohne Wenn und Aber füreinander kämpften, auch wenn sie sich gegenseitig ab und an den letzten Nerv raubten. Ich mochte die Situationskomik, die so mancher verbale Schlagabtausch mit sich brachte, und ich mochte auch den Schluss, obwohl er schon ziemlich fies ist, wenn man nicht sofort weiterlesen kann. Er passt einfach zu dem Mind Blow, dem man sich durch das Lesen von „Shepard of Sins“ unweigerlich aussetzt.

Trotz meiner kleinen Kritik konnte mich der Auftakt zur „Nicolas Schäfer“ Reihe mit seiner Unvorhersehbarkeit bestens unterhalten und ich hoffe, dass Martin Gancarczyk sich mit dem Folgeband nicht allzu lange Zeit lässt.

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