“Schmetterlingsliebe” von Alice Camden

Verlag: Self-Publishing

ISBN: 978-1544761572

Softcover: 320 Seiten

Release: März 2017

Genre: Contemporary

Teil einer Reihe: –

 

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Alice Camden

Beschreibung:

Wenn dir die Liebe Flügel schenkt – aber die Angst dich nicht fliegen lässt.
Gerade aus der Haft entlassen, pleite und hungrig, bricht der junge Ex-Stricher Tristan in ein scheinbar leeres Haus ein – und läuft ausgerechnet dem attraktiven Polizisten Mark in die Arme. Nach dieser unerfreulichen Begegnung bietet Mark ihm einen Handel an, den Tristan nicht ausschlagen kann – und plötzlich verändert sich sein Leben rasend schnell. Zwischen der Hoffnung, endlich in einem besseren Leben anzukommen und dem Kampf gegen die Dämonen seiner Vergangenheit, sehnt sich Tristan nach Mark. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr verliebt er sich in Mister Perfekt. Doch der Polizist darf das auf keinen Fall erfahren, denn Tristan ist sich sicher – Mark empfindet für jemanden mit seiner Vergangenheit nichts als Mitleid. Während Tristan im Sturm, wie ein Schmetterling unter einem starken Baum, Marks Nähe sucht, fragt er sich, was es mit den widersprüchlichen Signalen auf sich hat, die der aussendet.

Mein Eindruck:

Mit Buchempfehlungen geht es mir leider häufig so, dass sie zwar zügig bei mir einziehen, dann aber eine gefühlte Ewigkeit drauf warten müssen, von mir gelesen zu werden. „Schmetterlingsliebe“ ereilte auch dieses Schickschal, bevor ich es nun endlich von meinem Stapel an ungelesenen Büchern genommen habe.

Der erste Satz:
– Unvermittelt zuckte Tristan zusammen. –

Die Geldsorgen sollten für eine kurze Zeit aufgeschoben sein. Es sollte niemand im Haus sein. Der Bruch sollte einfach sein. So ist Tristans Plan, bevor sich dieses „sollte“ in Luft auflöst und er sich stattdessen mit Mark konfrontiert sieht. Von einem Polizisten auf frischer Tat ertappt zu werden, ist genau das, was Tristan aufgrund seiner Bewährungsauflagen noch gefehlt hat. Alles ist besser, als gleich wieder einzufahren und so lässt sich Tristan auf den Deal ein, sich als Informant wieder in die Stricher-Szene zu begeben. Auch wenn er dabei die Dunkelheit seiner Vergangenheit erneut herauf beschwört, die er eigentlich zu vergessen versucht.

– … niemand auf der Welt tat Dinge für einen anderen Menschen nur aus Freundlichkeit. Jeder hatte seinen Preis. – (S. 24)

Mit Mark und Tristan treffen zwei Männer aufeinander, denen das Leben nicht unterschiedlicher hätte mitspielen können. Während Markt eine behütete Kindheit und Jugend genießen durfte, bestand Tristans bisherige Welt aus Vernachlässigung, Kriminalität, Drogen und dem täglichen Kampf ums Überleben. Da die Geschichte rein aus Tristans Sicht erzählt wird, kamen vor allem diese Passagen und auch seine Skepsis bezüglich Marks Intentionen sehr eindrücklich bei mir an. Dagegen blieb Mark für mich, aufgrund dieser einseitigen Erzählweise, leider ein wenig blass. Ich hätte mir gewünscht auch mal in seinen Kopf zu sehen, seine Gedanken zu erfahren. Die Idee, zwei Figuren aus so unterschiedlichen Gesellschaftsschichten zusammen zu bringen, und die daraus resultierende zweite Chance, ist nicht neu. Wenn ich rein die Lovestory betrachte, hat Alice Camden daraus aber etwas gemacht, dass zu Herzen geht. Tristans „Arbeit“ als Informant wurde dagegen nur angekratzt, was ich sehr schaden fand, da ich irgendwie das Gefühl nicht los wurde, mir würde ein Teil der Geschichte fehlen.

Alice Camden hat mit „Schmetterlingsliebe“ eine schöne Love-Story zu Papier gebracht, die mich gut unterhalten hat. Durch den starken Focus auf das Pairing kamen mir aber einzelne Teile der Rahmenhandlung leider ein wenig zu kurz. Trotzdem ist die Erzählung um Tristan und Mark allemal eine Leseempfehlung wert.

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