„Moths – Nachtschwärmer“ von Justin C. Skylark

Verlag: AAVAA-Verlag

ISBN / ASIN: 978-3845902326

Release: März 2012

Genre: Urban-Fantasy

Teil einer Reihe:
1. Moths – Nachtschwärmer
2. Moths – Rückkehr der Nachtschwärmer
3. Moths – Die Rache der Nachtschwärmer

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: AAVAA-Verlag

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Der Museumsdirektor Jonathan schwärmt für den verheirateten Chirurgen Eliot. Der teilt zwar seine Freundschaft, ist jedoch unerreichbar. Das Einzige, wofür sich Jonathan sonst interessiert, ist seine Sammlung von Faltern. Sein jüngstes Exponat, ein Totenkopfschwärmer, scheint ein gruseliges Eigenleben zu entwickeln. Als zeitgleich der mysteriöse Maurice auftaucht, geraten nicht nur Jonathans Leben und der gewohnte Ablauf im Museum, sondern auch seine Gefühlswelt aus den Fugen. Der Naturwissenschaftler ist hin und hergerissen zwischen Eliot, der seine Liebe plötzlich zu erwidern scheint, und Maurice, der Leidenschaft und eine große Gefahr mit sich bringt. Sitzt ein Schmetterling an deiner Scheibe, ist der Verstorbene zu Besuch …

Mein Eindruck:

Der erste Band der Moths-Reihe hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Aber da Vampire ja bekanntlich nicht altern und diese Spezies, neben Dämonen, zu meinen Favoriten unter den dunklen Geschöpfen zählt, habe ich die Veröffentlichung des abschließenden, dritten Teils zum Anlass genommen, die Nachtschwärmer näher kennen zu lernen.

– „Schmetterlinge versinnbildlichen die Unsterblichkeit. Ihre Lebensformen … symbolisieren die Verwandlung, die Transformation der Seele. Viele Völker nehmen an, dass Schmetterlinge die Seelen der Verstorbenen in sich tragen.“ – (S. 129)

Die Geschichte um Jonathan und Maurice hat mich überrascht – positiv – und das in vielerlei Hinsicht, vor allem aber in der Darstellung der Vampire. Die Wesen der Nacht, die Justin C. Skylark geschaffen hat, haben nichts mit den oft sehr menschlich dargestellten Vertretern dieser Gattung gemein. Ganz im Gegenteil, die Nachtschwärmer sind Wesen der Dunkelheit, sie sind gefährlich, sie bringen den Tod. Grandios fand ich die Beschreibung der Transformation von dem humanoiden Erscheinungsbild in das des Nachtfalters.

Maurice ist im Grunde nicht anders als alle seine Artgenossen. Zwar hält er seine bedrohliche Seite John gegenüber meist unter Kontrolle, da die Begegnungen mit dem Naturwissenschaftler lange vergangene Empfindungen wieder aufleben lassen, doch das animalische Wesen des Vampirs lauert immer dicht unter der Oberfläche. Maurice besitzt zudem eine sehr starke Präsenz, obwohl die Story rein aus Jonathans Sicht erzählt wird. Wie dieser gezeichnet ist, mit der Leidenschaft für seine Arbeit, seiner Begeisterung für die Schmetterlinge und seiner Offenheit allem Neuen gegenüber, macht ihn unwahrscheinlich sympathisch. Er steht mit beiden Beinen im Leben, ist zufrieden damit, auch wenn nicht alles perfekt ist, doch das Erscheinen dieses einen Totenkopfschwärmer ändert Johns Wahrnehmung, seine selbstgesteckten rationalen Grenzen. Der Orkan auf der anderen Seite der Welt, ausgelöst durch den Flügelschlag des Falters, bleibt zwar aus, aber Jonathans Leben wird völlig durcheinandergeworfen.

Der Schluss ist, nach der Summe der Geschehnisse, nur logisch und so freue ich mich darauf, zu erfahren was Justin C. Skylark im zweiten Band der Geschichte für mich als Leser bereit hält.

„Moths – Nachtschwärmer“ ist wirklich spannende Urban-Fantasy, die Justin C. Skylark erfreulich anders und doch eingängig zu Papier gebracht hat. Wer die Geschichte noch nicht kennt und sich gerne auf Vampire jenseits des verbreiteten Klischeebildes einlassen möchte, sollte einen Blick in das Buch werfen. Von meiner Seite dafür eine klare Leseempfehlung!

 

 

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