“Feuererbe: Lee und Caldwell” von Celia Jansson

Verlag: Self-Publishing

ISBN: 978-1072514176

Softcover: 338 Seiten

Release: April 2018

Genre: Fantasy

Teil einer Reihe: Lee & Caldwell

1. Feuererbe

© Klapptext und Coverrechte: Celia Jansson / Autor

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Jessie führt ein ganz normales Leben, bis er eines Tages erfährt, dass sein verschwundener Vater einer der mächtigsten Feuerelementare Englands ist und er dessen Gabe geerbt hat. Eine Gabe, hinter der nicht nur seine eigene entfremdete Familie, sondern auch ein skrupelloser Mörder her ist. Hilfe findet er in Allan Lee, Magier und Agent für Übernatürliches. Bald ist Allan für ihn mehr, als nur sein Beschützer. Doch ihre gemeinsame Zeit ist begrenzt, denn nicht nur Jessie schwebt in Gefahr. Der ganzen übernatürlichen Welt droht Unheil.

Mein Eindruck:

Fantasy und gerade Urban-Fantasy hat für mich einen besonderen Reiz. Ich werde von Geschichten über die Frage – „Was wäre, wenn es Magie und die Übernatürlichen Wesen, wie Dämonen, Vampire, Werwölfe bzw. Wandler und Feenwesen, in unserer Welt wirklich geben würde?“ – angezogen wie die Motte vom Licht. Feuererbe von Celia Jansson macht darin keine Ausnahme und im Grunde hat mir diese Geschichte gut gefallen. Sie erinnert mich, vom Konzept her, an eine Buchreihe, die ich zu meinen persönlichen Highlights zähle. Man taucht durch den flüssig zu lesenden Schreibstil schnell in die Story ein und trifft neben den bereits genannten Gruppen von Übernatürlichen auch auf die Elementare, diese besitzen die Fähigkeit die Elemente zu beeinflussen und stehen im Machtgefüge unangefochten an der Spitze. Was nahrhafter Boden für Intrigen unter den Elementarfamilien ist und auch schon zu großen Kriegen unter allen Übernatürlichen Gruppen geführt hat. Alles unter den Augen der Menschen und doch unerkannt, da ein Weg gefunden wurde um die normal Sterblichen nur das sehen zu lassen, was sie sehen sollen. Doch das verborgene zweite Gesicht der Welt läuft Gefahr, durch plötzlich gehäuft auftretende Morde an Elemantaren, aufgedeckt zu werden. Die Suche nach dem Mörder und Strippenzieher hinter dem Versuch die übernatürliche Welt zu enthüllen, Jessie und Allan mit seinem Team auf dieser Jagd zu begleiten, fand ich sehr fesselnd.

Die Charaktere, die Celia Jansson erschaffen hat, haben mir gut gefallen, da jeder seine persönlichen Dämonen mit sich trägt und damit klarkommen muss. Zum einen Jessie, der sein ganzes Leben schon gezwungen ist unter dem Radar zu bleiben, immer auf der Flucht vor etwas, das er nicht kennt. Der immer das Gefühl hat etwas Entscheidendes zu übersehend bis er Allan trifft und dieser ihm offenbart was er wirklich ist. Bei Allan hatte ich immer das Gefühl er meint, die verpassten Gelegenheiten und Fehler, die er in seiner Jugend verbrochen hat, um ein Vielfaches wieder gut machen zu müssen. Die Anziehung und Gefühle für den jeweils anderen sind unbestreitbar vorhanden und werden auch thematisiert, die Beziehung empfand ich aber nicht als Dreh und Angelpunkt dieser Geschichte, was ich durchaus positiv werte. Bei den Nebencharakteren hat sich Zoe mit ihrer trotzigen, pubertären Art sehr schnell als mein Favorit herauskristallisiert.

Leider habe ich an diesem Buch aber auch etwas zu kritisieren, angefangen beim Setting. Die Geschichte spielt in London, was eigentlich gerade dazu einlädt die Umgebung genauer zu beschreiben. Bis auf ein paar Erwähnungen von Straßen und der Themse geht das aber völlig unter und die Story könnte in jeder x-beliebigen Stadt spielen. Auch die Handlung an sich wird relativ schnell vorangetrieben, für meinen Geschmack etwas zu schnell. Vor allem während des letzten Drittels und des finalen Showdowns hätte ich mir eine ausführlichere Ausarbeitung und somit ein tieferes Eintauchen in die Geschichte gewünscht, so kam es bei mir sehr gehetzt und überstürzt an. Ein paar Logikfehler haben sich zusätzlich eingeschlichen und nach dem Ende blieben doch einige Fragen, die ich mir während des Lesens gestellt habe, unbeantwortet. Schade eigentlich, denn das Potential für eine richtig geniale Story wäre durchaus vorhanden.

Nichtsdestotrotz ist Feuererbe für mich im Großen und Ganzen eine Geschichte, mit tollen Ansätzen und Ideen – zwar nicht perfekt umgesetzt, die sich aber dennoch gut lesen lässt. Da aus dem Titel hervorgeht, dass es sich um eine Reihe handelt, werde ich ein Auge darauf haben, denn ich bin neugierig wie die Geschichte weitergeht.  

 

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