“Eisprinzessin” von Elian Mayes

Verlag: Dead Soft Verlag

ISBN: 978-3960891819

Softcover: 388 Seiten

Release: Februar 2018

Genre: Contemporary

Teil einer Reihe: Die Jungs aus dem Panther

1. Eisprinzessin
2. Sonnyboy
3. Bitchboy

© Coverrechte: Dead Soft Verlag

Rezension

Eisprinzessin? Schneewittchen? Kein Märchen, sondern Alex und Janna!

Alex wird bei einer Vorlesung an der Uni auf Janna aufmerksam. Er ist sofort fasziniert von seiner kühlen, verschlossenen Art und lässt nichts unversucht um den charismatischen Fremden näher kennen zu lernen – relativ erfolglos, denn das Objekt seines Interesses versteht es sehr gut jeder Situation, die etwas über ihn preisgeben könnte, aus dem Weg zu gehen. Dass Jannas Reserviertheit aber eigentlich nur Selbstschutz ist, kann der auf der Sonnenseite des Lebens stehende Alex natürlich nicht wissen. Keiner soll mitbekommen, dass Janna in einem sozialen Brennpunkt der Stadt lebt, durch den frühen Tod der Mutter und das Alkoholproben des Vaters für seinen jüngeren Bruder verantwortlich ist und die Familie und sein Studium nur wegen seines Job in einer Kneipe mit gewissem extra „Service“ finanzieren kann. Doch als Alex schon fast aufgegeben hat verschwindet Janna spurlos und er macht sich mit seiner besten Freundin Lila und Jannas Bruder Mika auf die Suche nach ihm…

Mit der Eisprinzessin hat Elian Mayes eine wunderschöne Geschichte zu Papier gebracht, die mir wirklich unter die Haut ging. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und jeder einzelne hat sich mit seinen Macken sofort in mein Herz geschlichen. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven, die kapitelweise abwechseln, kann man als Leser sehr gut nachvollziehen wie es IN denjenigen gerade aussieht und warum sie es schaffen konsequent aneinander vorbei zu reden. Gerade bei Janna war ich manchmal kurz vorm verzweifeln, da er sturer als jeder Esel ist, aber seine Reaktionen aufgrund seiner Vergangenheit und Erfahrungen durchaus plausibel sind. Wer immer auf sich alleine gestellt ist und von niemandem Hilfe ohne entsprechende Gegenleistung erwarten konnte, wird diese Skepsis gegenüber Anderen und deren (vermeintlichen) Absichten nicht einfach abstellen. Aber auch Alex schafft es treffsicher kein einziges Fettnäpfchen auszulassen und somit schenken sich die beiden in ihrem „gemeinsamen Drama“ nicht viel.

Als Kritikpunkt muss ich allerdings Jannas schnellen Übergang zum Tagesgeschehen, nach der letzten Begegnung mit Volker anmerken. In Anbetracht der Tragweite des Geschehens war das für mich einfach nicht nachvollziehbar.

Trotz der Kritik aber insgesamt eine runde Geschichte, die mir einige sehr schöne Stunden beschert hat und somit eine klare Leseempfehlung von mir.

 

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