“Der Norden ruft” von Mo Kast

Verlag: Self-Publishing

ISBN: 978-1729288627

Softcover: 200 Seiten

Release: November 2018

Genre: Contemporary, Humor

Teil einer Reihe: –

 

© Klapptext und Coverrechte: Mo Kast

Beschreibung:

Als Bastian die Chance bekommt, endlich einmal mit dem ›Red Hot Viking‹ zu reden, fackelt er nicht lange: Er fragt ihn, ob er für sein Uniprojekt über nordische Götter modeln möchte. Überraschend sagt der sogar Ja. Shit! Jetzt muss Bastian nur noch das Projekt auf die Beine stellen.

Ein kurzweiliger LGBT-Roman, der mit viel Humor und Missverständnissen Einblick in Bastians chaotisches Studentenleben gibt – und in sein nicht existentes Liebesleben … Aber nicht nur inhaltlich macht das Buch Spaß! Das 200 Seiten starke Hardcover ist aufwendig durch handgezeichnete Rahmen und Illustrationen gestaltet. Wer hübsche und lustige Bücher mag, sollte hier auf seine Kosten kommen.

Mein Eindruck:

Aufmerksam auf Mo Kast und ihre Romane wurde ich, weil sie ihre Bücher auch als Hardcover anbietet. Eine Seltenheit unter den Selfepublishern. Schade eigentlich, denn ich bin ein großer Fan dieser hochwertigeren Ausgaben. Oftmals befinden sich hinter den starren Buchdeckeln graphische Schätze, für die ich gerne bereit bin, ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen. Auch bei „Der Norden ruft“ hat die Autorin Illustrationen mit vielen liebevollen Details eingearbeitet, die die Geschichte um Bastian und seinen Nordmann großartig abrunden.

Bastian hat ein klitzekleines Kommunikationsproblem. Er redet meist, bevor sich sein Denkorgan einklinken kann. Dem ist es geschuldet, dass er die optische (sehr ansehnliche) Reinkarnation eines Wikingers für ein Uniprojekt engagiert, obwohl es dieses Projekt noch garnicht gibt. Egal – zu dem Zeitpunkt für Bastian absolut nebensächlich. Die Chance diesem Bild von einem Mann näher zu kommen, obwohl überhaupt noch nicht klar ist, ob der Nordmann ebenfalls auf Männer steht, muss genutzt werden. Wer jetzt die Vermutung aufstellt, dass die ganze Aktion nur in einem Fiasko enden kann, liegt gar nicht mal so verkehrt.

„Der Norden ruft“ ist vieles, aber bestimmt nicht langweilig! Vor allem liegt das an Bastian und seinem Talent jedes Fettnäpfchen mit erstaunlicher Präzision zu treffen. Ich mochte ihn gleich von Anfang an. Seine Verpeiltheit, das Chaos, das er fabriziert, sein loses Mundwerkt, seine Herangehensweise an diverse Probleme und auch, dass er gerne mal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Dadurch, dass Mo Kast die Geschichte rein aus seiner Sicht erzählt, erhält man beim Lesen aber auch einen Blick hinter die lockere Fassade. Im Grunde genommen wünscht sich Bastian nämlich lediglich jemanden an seiner Seite, der ihn mit all seinen Macken akzeptiert.

Für mich war es sehr amüsant Bastian und den bunten Haufen aus Freunden und Bekannten, der hilf seinen Geistesblitz bezüglich nordischer Götter umzusetzen, kennen zu lernen, die Wirrungen eines Studentenlebens zu begleiten und zu verfolgen, ob Bastian nun einen Nordmann abbekommt, oder nicht.

Mo Kast hat mit „Der Norden ruft“ zwar das Rad nicht neu erfunden, die Geschichte finde ich aber trotzdem sehr lesenswert. Locker-flockig, witzig, kurzweilig und sehr unterhaltsam – Bastians Ausflug in die nordische Mythologie ist definitiv eine Leseempfehlung wert.

 

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