„Das Amulett des Clans – Bray“ von Erin Tramore

„Das Amulett des Clans – Bray“ von Erin Tramore

Verlag: Self-Publishing

ISBN / ASIN: B098HB3Z8F

eBook: ca. 400 Seiten

Release: Juni 2021

Genre: Fantasy, Gestaltwandler

Teil einer Reihe: Das Amulett des Clans
1. Bray

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Erin Tramore

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.
Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Eine Welt, in der das Gesetz des Clans gilt.
Eine Welt, in der ein Omega nichts wert ist.
Ein rebellischer Omega, der Alphas hasst.
Ein Alpha mit einem besonderen Amulett.
Und ein Pferd mit einem seltsamen Namen.

Brays bester Freund wird entführt. Um ihn zu retten, bleibt Bray keine Wahl: Er muss sich mit dem Alpha Tar zusammentun. Gemeinsam nehmen sie die Verfolgung des Entführers auf. Bald merkt Bray, dass Tar anders ist als die Alphas, die er kennt.

Warum nennt Tar sein Pferd Gugelmeps und was ist das für ein bitteres schwarzes Zeug, das er morgens trinkt?

Doch so merkwürdig Tar auch ist, er begegnet Bray mit Respekt und der beginnt allmählich, ihm zu vertrauen. Aber kann er sein Leben wirklich in die Hände eines Mannes legen, für den er nur ein Mittel zum Zweck ist?

Mein Eindruck:

Ich gebe zu, ich war skeptisch bei dem Thema Gestaltwandler/Omegaverse, da ich diesen Geschichten bisher so rein gar nichts abgewinnen konnte. Die Bücher von Leann Porter, denn niemand geringeres steckt hinter Erin Tramore, die ich gelesen habe, fand ich allerdings großartig und so war die Neugier größer als meine Abneigung gegen diese Facette der Fantasy und ich gab „Das Amulett des Clans – Bray“ eine Chance.

Der erste Satz:
– Es gab Tage, da beneidete Bray die Feldarbeiter. –

Die Autorin hat die Erzählung in einer Fantasy-Welt angesiedelt, die klar in eine Zwei-Klassen Gesellschaft unterteilt ist. Tongeber sind, wie nicht anders zu erwarten, die Alphas, Omegas haben nichts zu melden, werden unterdrück und „benutzt“. Wäre die Geschichte um Bray und Tar in diesem Fahrwasser geblieben, hätte ich gestreikt, sie weiterzulesen, doch Erin Tramore bricht aus den gängigen Mustern aus. Bray ist kein typischer Omega, er hat seinen eigenen Kopf, will sich nicht unterordnen und bietet den Alphas, wenn es sein muss, auch die Stirn. Ebenso wenig passt Tar mit seiner Einstellung in das Bild eines Alphas dieser Welt. Obendrauf halten beide nicht viel von dieser ominösen Bindung, dem perfekten Match zwischen Alpah und Omega.

– »Du hast dein Versprechen gehalten, mich nicht zu berühren, wenn ich das nicht will. Ich hab gesagt, dass du merkwürdig bist. Ich meinte, auf gute Art merkwürdig.“ – (Pos. 2081)

Für mich eine Konstellation, die mir extrem gut gefallen hat, da ich mit den klassischen Alpha/Omega Rollenbildern wie gesagt nicht warm werde. Was ich allerdings fast noch besser finde und unbedingt erwähnen muss ist, dass Erin Tramore dieses gängige „gesehen – zack – Kiste“ völlig über den Haufen wirft. Es läuft nicht über die explizite Schiene, sondern über Vertrauen und emotionale Nähe und das ist für mich ausschlaggebend, warum diese Geschichte bei mir gut funktioniert. In Hinblick auf das Thema M-Preg bin ich noch nicht ganz schlüssig, es wird zwar angesprochen, aber nicht weiter darauf eingegangen. Hier werde ich abwarten müssen, ob das so bleibt und ich mich damit arrangieren kann, oder ob es für mich zu einem Ausschlusskriterium wird. Neugierig bin ich auf alle Fälle, wie die Geschichte sich im nächsten Band weiterentwickelt.

Zusammengefasst war „Das Amulett des Clans – Bray“ für mich eine positive Überraschung. Witzig, spannend und von den Charakteren her so ganz anders als das, was ich bis jetzt aus dem Omegaverse kennengelernt habe. Deswegen gibt es für alle, die in diese Thematik gerne einmal hineinschnuppern, aber keine Horizontal-Fixierung wollen, gerne eine Leseempfehlung.

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