„Simons Lied“ von Celia Jansson

Verlag: Self-Publishing

ISBN: 978-1081831868

Softcover: 311 Seiten

Release: Juli 2019

Genre: Contemporary

Teil einer Reihe: –

 

© Klapptext, Zitat- und Coverrechte: Celia Jansson

Vorweg möchte ich mich noch ganz herzlich für das bereitgestellte Rezensionsexemplar bedanken.

Laut Gesetzgebung fällt dieser Beitrag dadurch unter „Werbung“!

Beschreibung:

Ein Künstler, ein Musiker, ein Haus am Meer – und ein emotionales Wiedersehen.

Nach der Trennung von seiner Freundin und der Auflösung seiner erfolgreichen Rockband braucht Markus eine Auszeit. Er zieht in das alte Haus seines Großvaters an der Ostsee. Dort will er auch sein Alkoholproblem bezwingen. Aber er hat nicht damit gerechnet, dass seine Jugendliebe Simon direkt gegenüber wohnt. Simon indes möchte nichts, als in Ruhe malen. Nach dem Tod seines Mentors und einer schwierigen Trennung hat er seine Depression gerade wieder gut im Griff. Dass Markus, der ihm mit siebzehn das Herz gebrochen hat, direkt gegenüber einzieht, passt ihm gar nicht. Und doch kann er sich der wieder aufflammenden Zuneigung zwischen ihnen nicht entziehen. Damals hat Markus Simon im Stich gelassen und das kann er nie wieder gut machen … oder?

Mein Eindruck:

Mit Celia Jansson habe ich vor gut einem Jahr schon einmal Bekanntschaft gemacht, allerdings im Bereich Urban-Fantasy. Ihr neuestes Werk bewegt sich in eine ganz andere Richtung, trotzdem finden sich im Klapptext so einige (innere) Dämonen. Themen, deren Darstellung oft nicht einfach ist und so war ich gespannt, was mich erwartet.

Simon und Markus verbindet eine gemeinsame Jugend, die erste große Liebe und schwierige Familienverhältnisse. Lediglich bei Herman, Markus Großvater, finden sie ein offenes Ohr, Unterstützung und den Rückhalt, der ihnen ansonsten verwehrt bleibt. Für Beide ist die Situation unerträglich, und der Entschluss die Koffer zu packen und gemeinsam abzuhauen schon getroffen, als Markus überstürzt alleine das Weite sucht. Jahre später stehen sie sich ungewollt wieder gegenüber. Alte, nicht verheilte Wunden, erdrückende Schuldgefühle und die zusätzliche Last, das Leben irgendwie in den Griff zu bekommen, sind eigentlich kein Fundament um den Versuch zu starten, wieder aufeinander zuzugehen.

– Er runzelte die Stirn und stimmte die Gitarre. „Perfekt, das Wort passt nicht. Ich meine, sind wir perfekt? Nicht wirklich, oder?“
„Irgendwie ist wohl jeder und niemand perfekt. …“ – (S. 139)

Ich finde es schon fast mutig von Celia Jansson, eine Geschichte zu schreiben, die zwei, so vom Leben gebeutelte, Hauptfiguren aufeinandertreffen lässt. Es braucht Fingerspitzengefühl um diese doch eher schwierigen Themen, wie Depression und Alkoholismus, realistisch beim Leser ankommen zu lassen, ohne, dass der Grundton der Geschichte zu bedrückend wird. Sehr positiv empfand ich, dass die Love-Story in „Simons Lied“ als kein Allheilmittel dargestellt wird, sondern zeigt, dass es nur funktionieren kann, wenn man bereit ist gegen seine inneren Dämonen zu kämpfen. Der Fokus liegt somit mehr auf dem Erkennen und Angehen der eigentlichen Probleme. Nach und nach erfährt man, warum die einzelnen Charaktere so sind, wie sie eben sind, und das macht sie für mich in ihrem Verhalten sehr schlüssig. Die langsame Annäherung von Simon und Markus, mit all ihren Höhen und Tiefen, fand ich toll umgesetzt. Leider gibt es aber auch ein paar Dinge, die mich an dem Buch gestört haben. So war für mich das Geheimnis, das Markus Mutter betriff, in der eh schon dramatischen Familienkonstellation einfach too-much, als wollte die Autorin dem Ganzen noch die Krone aufsetzten. Auch das plötzliche Auftauchen einer bis dato unbekannten Frau, die sich als Hermanns Bekannte herausstellte, verwirrte mich eher, da diese Figur eigentlich nichts mit dem komplizierten Hintergrund zu tun hat.

Im Großen und Ganzen ist „Simons Lied“ aber eine Geschichte, die sich flüssig lesen lässt und mit einer nicht zu überzogenen Love-Story bei mir punkten konnte. Somit gibt es von meiner Seite, trotz der angesprochenen Kritikpunkte, eine Leseempfehlung.

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